Die Riester-Rente – Wie sinnvoll ist die private Altersvorsorge noch?

19.12.2012

Gerhard Schröder führt 2002 die sogenannte "Riester-Rente" ein, die entstandene Finanzlöcher im Rentensystem ausgleichen soll. Doch wie sinnvoll ist das Modell der privaten Zusatzrente wirklich?

Der damalige Arbeitsminister Walter Riester und Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder. Sie waren die treibenden Köpfe hinter der “Riester-Rente”. Doch was bringt sie noch? Foto: © Michael Kappeler/dapd

„Die Rente ist sicher“ – so hat es einst CDU-Politiker Norbert Blüm gesagt. Gerhard Schröder senkt während seiner Regierungszeit dann jedoch das gesetzliche Rentenniveau. Die entstandene Finanzlücke soll durch das Modell einer privaten Zusatzrentenversicherung geschlossen werden.

beschäftigt sich als Journalist und Autor mit der Rente.Holger Balodisbeschäftigt sich als Journalist und Autor mit der Rente. 

Gefahr droht durch den demografischen Wandel

Die „Riester-Rente“ ist geboren. Doch heute, zehn Jahre nachdem das System eingeführt wird, mehren sich kritische Stimmen, die das Modell einer privaten Altervorsorge hinterfragen. Das Thema der Rente wird in Zukunft immer wichtiger werden, da Experten vor einer ansteigenden Altersarmut warnen, hervorgerufen durch den demografischen Wandel in Deutschland.

Ein großer Kritiker der „Riester-Rente“ ist der Journalist und Autor Holger Balodis. Für ihn ist diese Art der Altersvorsorge nur ein Produkt des Finanzlobbyismus. Im Interview hat er uns erklärt, warum das derzeitige Rentensystem seiner Ansicht nach ein Fehler ist.

In meinen Augen hat man sie demontiert und demoliert, bis dahin hatten wir eigentlich ein armutsfestes Rentenniveau (Holger Balodis)