Die Themen des Jahres: unverstanden und unüberwunden – die Finanzkrise

02.01.2012

Blicken Sie noch durch? Über Eurobonds, die Aufgabe der EZB oder die Kritik an den Ratingagenturen? Ein Blick zurück auf das Krisenjahr 2011 könnte da helfen.

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Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hält am Euro fest - ob in Zukunft möglicherweise einige Länder nicht mehr dabei sind? / Foto: © deutsche-bank.de

Na, haben Sie auch Geld zu Weihnachten geschenkt bekommen? Dann würden Ihnen viele Finanzexperten in der aktuellen wirtschaftlichen Lage vermutlich raten, das schnell in stabile Werte zu verwandeln. Die Finanzkrise sorgt weiter für Unruhe und Umbrüche in der Finanzwelt – trotz der vielen Gipfel und Beschlüsse. Was da alles war und worüber sich gestritten wurde: ein Überblick.

Januar 2011: Wächst in China die 2. Immobilienblase heran?

Die Krise begann in den USA mit dem Platzen einer Immobilienblase – und genau eine solche wächst derzeit in China. Experten schlagen bereits die Alarmglocken.

Juni 2011: Ist eine kontrollierte Pleite Griechenlands eine Option?

Max Otte warnte als einer der ersten Wissenschaftler frühzeitig vor der Finanzkrise. 2011 sagt er: Griechenland und ein eventueller Staatsbankrott ist nicht das Problem. Die überschuldeten USA dagegen schon.

Juli 2011: Chinas Schuldenkrise wird für Amerika zum Problem

Die USA stecken tief in der Schuldenkrise. Das Problem der Amerikaner wird langsam auch zu einem Problem für die Chinesen, denn China ist der größte Gläubiger der USA. Kann China drohende Verluste verhindern? Wie wird das Land seine Wirtschaftspolitik langfristig verändern müssen?

Juli 2011: Kreditausfallversicherungen – Was ist das?

Eigentlich sollen Kreditausfallversicherungen Anleger vor einer Staatspleite schützen. In der Realität wird allerdings befürchtet, sie könnten das Gegenteil bewirken. „Mister Dax“ Dirk Müller erklärt das Instrument.

Juli 2011: Die Ratingagenturen geraten in die Kritik

Kaum jemand scheint in der Finanzwelt so mächtig zu sein wie die Ratingagenturen. Sie haben in der Euro-Krise schon mehrere Staaten in Schwierigkeiten gebracht. Irland ist das letzte Opfer. Haben diese Agenturen zu viel Macht? Welche Interessen verfolgen sie und wer kontrolliert sie überhaupt?

August 2011: Die EZB beginnt mit dem Kauf von Staatsanleihen

Europa versinkt in der Schuldenkrise – und die Europäische Zentralbank greift ein. Sie kauft Staatsanleihen von Krisen-Ländern auf. Warum das ein Tabubruch ist, der zum Problem werden könnte, erklärt einer der fünf Wirtschaftsweisen.

August 2011: Eine neue Idee – sind Eurobonds die Rettung?

Mal wieder scheint die Rettung aus der Finanzkrise zum Greifen nah – die vermeintliche Lösung heißt „Eurobonds.“ Der einzige Weg aus der Wirtschaftskrise? Viele meinen, ja – doch es gibt erhebliche Zweifel und Hürden

August 2011: Dramatische Kurseinbrüche erschüttern die Börsen weltweit

Stehen wir wirklich kurz vor einer weltweiten Rezession? Oder sind die Kurseinbrüche an den Börsen nur Ausdruck der großen Verunsicherung der Anleger? Der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt sagt: „Das ist nur der 3. Akt der großen Finanzkrise:“ Eine Zwischen-Analyse der Börsen-Talfahrten…

September 2011: Ethische Banken – eine Alternative zu Großbanken?

Auf dem Finanzmarkt herrscht Chaos und viele Menschen wollen Abstand von Großbanken nehmen. Ethische Banken fürchten die Finanzkrise nicht und werden immer attraktiver für neue Kunden.

Dezember 2011: „Wir haben große Fehler gemacht“ – Der Chef-Ökonom der Deutschen Bank im Interview

Sie fanden 2011 in schöner Regelmäßigkeit statt: EU-Gipfel mit Merkel & Co – und stets gab es auch Kritik an den Banken. Die einhellige Meinung: Reformen müssen her, um den Euro zu retten. Wie sehen das die kritisierten Großbanken? Wir fragen Thomas Mayer, den Deutsche-Bank-Chefökonom.