Kommt die eine-Billion-Dollar-Münze? Zur Währungsgeschichte des US-Dollars

08.01.2013

Den USA droht die Zahlungsunfähigkeit. Die neueste Rettungsidee: eine Eine-Billion-Dollar-Münze prägen. Das ist nicht die einzige Rettungsaktion in der Geschichte des Dollars. Ein Rückblick auf die Währungsgeschichte der USA.

Der Wert eines jeden gedruckten Dollars muss in Form von Edelmetallen in den Tresoren der New Yorker Notenbank liegen. Bald vielleicht auch eine Eine-Billion-Dollar-Münze aus Platin? Foto: dapd.

Die USA steckt mal wieder mitten im Schuldenstreit. Selbst die Idee, eine Eine-Billion-Dollar-Münze zu prägen, um die drohende Zahlungsunfähigkeit zu umgehen, scheint nicht mehr undenkbar.

ist Wirtschaftsprofessor am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerika-Studien an der FU Berlin.Carl-Ludwig Holtfrerichist Wirtschaftsprofessor am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerika-Studien an der FU Berlin. 

So skurril die Ideen der Ökonomen manchmal auch sein mögen: der Dollar ist heute die internationale Handelswährung und weitgehend stabil.

Bis der amerikanische Dollar diesen Status allerdings erreicht hat, ist viel Zeit vergangen. Nicht immer ist die Stellung des Dollars so stark gewesen und teilweise wurde er durch abenteuerliche Eingriffe gerettet.

Wie diese genau aussahen und ob der Dollar auch in Zukunft stabil bleiben wird, fragen wir den Wirtschaftshistoriker Carl-Ludwig Holtfrerich. Mit ihm schauen wir einmal zurück auf die Währungsgeschichte der USA.

Der Dollar ist immer die Fluchtwährung par excellence gewesen, d.h. wenn es in Europa brenzlig wurde, dann flüchtete das Kapital in die USA. – Carl-Ludwig Holtfrerich