Die Wüste lebt – Grüner Strom für alle?

07.11.2011

Der "Arabische Frühling" bietet neue Möglichkeiten für Solarprojekte wie Desertec. Kommt die Energiewende in den nordafrikanischen Staaten? Oder haben die Menschen vor Ort derzeit noch immer andere Probleme zu lösen?

Grüner Strom aus der nordafrikanischen Wüste? Der “Arabische Frühling” weckt Hoffnungen. Foto: © Solar Millennium AG/ dapd

ist Sprecher für Energiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.Hans-Josef Fellist Sprecher für Energiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. 

Bereits Anfang 2012 soll in Marokko ein Pilotkraftwerk der Desertec Industrial Initiative gestartet werden. Nur zwei Jahre nach der Gründung der Initiative geht es nun offenbar voran. Das sah 2009 noch ganz anders aus. Der „Arabische Frühling“ weckt jedoch Hoffnungen auf eine schnellere Realisierung des Mega-Projektes.

Länder wie Marokko, Tunesien und Ägypten gehen davon aus, dass der grüne Strom den wachsenden Energiehunger der Region stillen kann und wirtschaftliches Wachstum auslösen wird. Europa widerum sieht im Strom aus der Wüste eine willkommene Ergänzung des eigenen Energiebedarfs. Ziel ist es, dass Afrika bis 2050 15 Prozent des europäischen Strombedarfs deckt. Industrie, nationale Regierungen und internationale Organisationen finanzieren deshalb das Projekt.

Wir haben mit Hans-Josef Fell über die Fortschritte auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien nach dem „Arabischen Frühling“ gesprochen. Er ist bei der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen zuständig für Energiepolitik.