EEG-Reform: Was bedeutet das für den Verbraucher?

08.04.2014

Die EEG-Reform ist beschlossene Sache. In der letzten Nacht hatten sich Bundesregierung und EU-Kommission auch über die umstrittenen Industrierabatte geeinigt. Für manche Unternehmen wirds teurer - wie für die Bahn. Der Großteil der befreiten Unternehmen aber wird auch nach der Reform nicht kräftiger zur Kasse gebeten.

Sigmar Gabriel ist mächtiger als jemals zuvor. Foto: Clemens Bilan | AFP

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert klimafreundliche Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Biogas. Bürger und Unternehmen zahlen die Kosten dafür über den Strompreis mit. Bisher waren mehr als 2.000 Firmen von der Umlage ganz oder teilweise befreit.

findet, dass der Verbraucher zu stark belastet wird.Niels Schnoorfindet, dass der Verbraucher zu stark belastet wird. 

Das wird sich in Zukunft ändern: jedoch nicht so hart, wie von der Industrie befürchtet. Laut Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel müssen 400 Unternehmen auf die Rabatte nach dem alten Modell verzichten. Sie sollen aber nicht die volle Umlage zahlen, sondern 20 Prozent. Für energieintensive Unternehmen gelten die Rabatte weiterhin, sagte Gabriel mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Mit Niels Schnoor vom Verbraucherzentrale Bundesverband haben wir darüber gesprochen, was die Reform für Verbraucher bedeutet – und die Frage: wie steht es um die Haltung der Bevölkerung zur Energiewende, wenn die Kosten steigen und die Belastung ungerecht verteilt ist?