Ein Jahr nach der “Deepwater Horizon”-Katastrophe: BP und das Geld

20.04.2011

Die Explosion am 20. April 2010 kostete 11 Menschen das Leben; 800 Millionen Liter Rohöl floßen in den Golf von Mexiko. Die Verantwortung trägt BP - wie steht der Konzern heute da?

Rettungskräfte versuchen von Booten aus das Feuer der Bohrinsel “Deepwater Horizon” zu löschen (Foto vom 21.04.10). / © U.S. Coast Guard / ddp

Auch ein Jahr nach der Katastrophe sind die Folgen für die Umwelt nur schwer absehbar: Man sieht zwar kaum noch etwas von dem gigantischen Ölteppich – Experten befürchten aber, dass ein Teil der schwarzen Flüssigkeit auf den Meeresboden gesunken ist und dort das Ökosystem belastet.

Professor für Energiewirtschaft an der Universität Duisburg-Essen.Christoph WeberProfessor für Energiewirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. 

Unklar ist auch, welche Nebenwirkungen der Einsatz von Chemikalien hat; diese wurden für eine schnellere Verteilung des Öls im Wasser verwendet.

Relativ klar erfassen lassen sich dagegen die Konsequenzen für das Unternehmen BP, das die Verantwortung für die Katastrophe trägt. 20 Milliarden Euro sagte der Konzern für einen Entschädigungsfonds zu – weitere Milliarden kosteten die lange erfolglosen Maßnahmen zur Eindämmung der Ölpest.

Der Imageschaden ist für BP ein mindestens so großes Problem wie die Entschädigungs- und Strafzahlungen.

Über die Entwicklung beim Konzern BP sprachen wir mit Christoph Weber, Professor für Energiewirtschaft an der Universität Duisburg-Essen.