Der letzte Flug eines Space Shuttles – Ende und Anfang einer Luftfahrt-Ära

21.07.2011

Mit der Landung der "Atantis" ging sie heute Mittag zu Ende: die Ära der amerikanischen Space-Shuttles. Wie sieht die Raumfahrt der Zukunft aus? Und wie erfolgreich war das milliardenschwere Programm unterm Strich? Einschätzung von einem Shuttle-Astronauten.

Start der US-Raumfähre “Endeavour” im Juli 2009 vom Kennedy Space Center in Florida. /  © NASA/Sandra Joseph/Kevin O’Connell (ddp)

hat den Lehrstuhl Astronautik und Raumstationen an der Universität Stuttgart inne und war Leiter des ehemaligen Europäischen Astronautenzentrums.Prof. Dr. Ernst Messerschmidhat den Lehrstuhl Astronautik und Raumstationen an der Universität Stuttgart inne und war Leiter des ehemaligen Europäischen Astronautenzentrums. 

Nur selten lässt sich die Entwicklung unserer globalisierten Welt so gut nachvollziehen, wie an den amerikanischen Space Shuttles. Letztlich hervorgegangen aus den Überresten eines alten Waffen-Projektes der Nazis, dann Instrument im Kalten Krieg und Werkzeug im Kampf um die Vorherrschaft in der bemannten Raumfahrt, den die USA mit Russland ausfochten. Und in der jüngeren Zeit dann immer öfter der Ort, der die ehemals verfeindeten Lager des kalten Krieges zusammenführte.

Heute gegen Mittag ist die „Atlantis“ gelandet – und markierte damit das Ende der Space-Shuttle-Ära. Was das für die bemannte Raumfahrt bedeutet, und vor welchen künftigen Herausforderungen die jetzt steht, darüber sprechen wir mit jemandem, der 1985 selbst mit einem Space Shuttle im All war: Prof. Ernst Messerschmid vom Lehrstuhl Astronautik und Raumstationen in Stuttgart.

Einerseits auch paradox: Die teuerste, komplexeste Immobilie der Amerikaner fliegt jeden Tag 16 Mal um die Erde herum, ohne dass die Amerikaner die nächsten vier, fünf Jahre sie erreichen können.