Energiewende: Ein unendlicher Streit

18.09.2013

Die Energiewende sorgt nach wie vor für Wirbel. Die großen Energiekonzerne in Deutschland behaupten, dass sie sich in einer Krise befänden und die Verbraucher zahlen immer teurere Stromrechnungen. Ist vielleicht eine völlig neue Grundordnung für die Energiewirtschaft überfällig?

Die Preise für grüne Energie, die zum Beispiel diese Windräder erzeugen, fallen an der Strombörse immer weiter. Allein beim Verbraucher kommt nichts davon an. Foto: © m.prinke / Flickr

Die Stromrechnung wird jedes Jahr teurer und nicht nur die Verbraucher, auch die Erzeuger stöhnen. Die vier großen Stromkonzerne behaupten, dass sie sich durch die Energiewende in einer Krise befänden. Denn sie müssen mittlerweile mit Millionen von Kleinsterzeugern konkurrieren, die sich zum Beispiel an Windparks beteiligen oder Solaranlagen auf ihr Dach stellen. Wirklich zufrieden mit der von der Regierung eingeläuteten Energiewende ist eigentlich keiner.

Die Energiedebatte geht weiter

hält ein neues Quotensystem für nicht zielführend.Claudia Kemferthält ein neues Quotensystem für nicht zielführend. 

Mit ihrem diesjährigen Sondergutachten „Energie 2013: Wettbewerb in Zeiten der Energiewende“ hat die Monopolkommission die Auswirkungen der Energiewende auf den Markt untersucht. Das Fazit: Die Energiewirtschaft in Deutschland müsste vollkommen neu geordnet werden.

Über die vermeintliche Krise der Energieriesen und die Vorschläge der Monopolkommission haben wir mit Claudia Kemfert gesprochen. Sie ist Energiewissenschaftlerin und leitet die Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin.

Man muss aufpassen, dass man nicht das Lamentieren dieser Konzerne – auch in der Politik – zu sehr ernst nimmt, um sie damit auch Gelder erpressen zu lassen. Dann das steht ja bevor, dass diese Konzerne Subventionen wollen. – Claudia Kempfert, DIW