Erntebilanz: “Nasser März und trockener April, kein Kräutlein geraten will”

26.08.2011

Der Sommer ist launischer denn je und die Bauern schimpfen über ihre Ernteerträge. Der Deutsche Bauernverband hat nun seine Erntebilanz vorgestellt und die fällt "sehr mager" aus.

1892 als der Maler Robert Sterl einen Bauernjungen portraitiert hat, ist die Ernte offenbar nicht besonders gut ausgefallen. Allerdings war der Lebensmittelmarkt damals noch nicht so vernetzt./ Foto: © Robert Sterl/wikipedia

DBV-Vorsitzender des Fachausschusses Getreide und Präsident des Bauernverbandes Thüringen.Klaus KliemDBV-Vorsitzender des Fachausschusses Getreide und Präsident des Bauernverbandes Thüringen. 

Ein Sommer wie aus dem Bilderbuch: Lange sonnenreiche Tage, Temperaturen um die 25°C und all das mit einer gewissen Konstanz. Das einzig Konstante in den letzten Monaten war allerdings, das wechselhafte Wetter. Heute 30 Grad im Schatten, morgen Regen bei 15°C, übermorgen Sturm und dann doch wieder ein bisschen Sonne.

Was für die meisten von uns einfach anstrengend und unschön ist, kann für Bauern fatal sein. Denn sie sind mit ihren Ernten unmittelbar vom Wetter abhängig. Durch den trockenen Frühling und den regenreichen Sommer verbuchen sie enorme Ernteeinbußen.

So steht es in der Erntebilanz 2011 des Deutschen Bauernverbandes. Das generelle Problem: Weltweit wächst die Nachfrage und die Erträge wachsen nicht dementsprechend mit. Deshalb muss nun auf Vorräte zurückgegriffen werden.

Es wäre gelogen, wenn man sagen würde, es bleibt alles beim Alten. – Klaus Kliem

Wo genau die Bauern mit hohen Verlusten zu rechnen haben und ob wir als Endverbraucher deshalb bald beim Bäcker mehr bezahlen müssen, hat uns Klaus Kliem berichtet. Er ist Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Getreide und Präsident des Bauernverbandes Thüringen.