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Estlands Wirtschaft trotz Euro-Krise auf der Überholspur

Bei detektor.fm geht es in dieser Woche um die europäische Gemeinschaftswährung und die aktuellen und zukünftigen Mitglieder der Euro-Zone. In Estland kann man seit Anfang diesen Jahres mit dem Euro zahlen.

Axel Lindner - ist Makroökonom und Baltikum-Experte (Foto: Axel Lindner).

ist Makroökonom und Baltikum-Experte (Foto: Axel Lindner).
Axel Lindner

Im zweiten Teil über den Euro in der Krise schauen wir heute nach Estland. Dort kann man seit Beginn diesen Jahres offiziell mit dem Euro zahlen. Das baltische Land ist der Eurozone also mitten in der Wirtschaftskrise beigetreten und hat trotzdem immer noch einen relativ ausgeglichenen Haushalt. Es zählt neben Luxemburg zu den einzigen Euroländern, die das Defizitkriterium des Euro-Stabilitätspakts von Maastricht von höchstens drei Prozent einhalten.

Zuletzt wurde Estland von den Ratingagenturen Standard & Poor’s und Fitch bezüglich seiner Kreditwürdigkeit sogar auf „A+“ hochgestuft und liegt nun mit China gleichauf. Es scheint, als ob Estland im Vergleich zu anderen Mitgliedstaaten des Euroraums weniger unter der Finanz- und WIrtschaftskrise leidet.

Woran das liegt, haben wir den Volkswirt Axel Lindner gefragt. Er ist Experte für das Baltikum am Institut für Wirtschaftsforschung in Halle.