Euro in der Krise: Die Schweizer haben gut lachen – oder doch nicht?

24.08.2011

Euro auf Rekord-Tief, Franken auf Rekord-Hoch: Der dritte Teil der Serie zur Euro-Zone und seinen Mitgliedstaaten beschäftigt sich mit der Schweiz. Dem Land, das unbeirrt an seiner eigenen Währung festhält. Gänzlich immun ist es trotzdem nicht.

Die erste Serie Schweizer Noten wurde 1907 bei der Gründung der Nationalbank herausgegeben. Ab 2012 wird die mittlerweile neunte Serie in den Druck gehen. Die aktuelle Serie gehört zu den fälschungssichersten Banknoten der Welt. / Foto: © Schutz/wikipedia

Während immer mehr europäische Staaten mit der Eurokrise zu kämpfen haben, gibt es auch Länder, die vom schwachen Eurokurs profitieren – zum Beispiel die Schweiz.

Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor in der Schweiz. / Foto: Urs GascheUrs GascheWissenschaftsjournalist und Sachbuchautor in der Schweiz. / Foto: Urs Gasche 

Der Franken steigt in seinem Wert und so werden Importe aus dem Ausland für die Schweiz immer günstiger. Doch der günstige Wechselkurs lockt auch viele Schweizer zum Einkaufen in die angrenzenden Euro-Länder. Und das wiederum schadet der eigenen Wirtschaft.

Mittlerweile ermuntert die Schweizer Regierung die Konsumenten sogar selbst zum sogenannten Einkaufstourismus, um den Druck auf den Einzelhandel zu erhöhen, seine Preise zu senken.- Urs Gasche

Große Anbieter wie Coop und Migros reagieren jetzt mit Preissenkungen um bis zu 20 Prozent. Denn durch die hohen Umsatzeinbußen stehen auch Arbeitsplätze im Schweizer Einzelhandel auf dem Spiel. Welche Vor- und Nachteile die Euro-Krise für die Schweiz außerdem noch mit sich bringt, hat Urs Gasche detektor.fm im Interview berichtet. Er ist ehemaliger Chefredakteur der Berner Zeitung und arbeitet als freier Wissenschaftsjournalist in der Schweiz.