Eurokrise: “Italien hat es gelernt, mit hohen Schulden und wenig Wachstum zu leben.”

12.07.2011

Italien ist offenbar das nächste Land, welches im Fokus der Spekulanten steht. Skeptiker sehen in Italien bereits den möglichen Auslöser für ein Ende der Gemeinschaftswährung. Die europäische Politik wartet ab und sieht die Italiener auf einem guten Weg.

Noch steht der Euro in Italien. Wird er das auch noch in den nächsten Wochen und Monaten? ©Margarethe Wichert/ dapd

Experte für internationale Wirtschaftspolitik am >IW KölnJürgen MatthesExperte für internationale Wirtschaftspolitik am >IW Köln<. 

Erst gestern forderte die Europäische Zentralbank im Zuge der aktuellen Eurokrise eine Aufstockung des Euro-Rettungsfonds auf 1,5 Billionen Euro.

Italien ist mit insgesamt 120 Prozent der eigenen Wirtschaftsleistung verschuldet. Trotzdem steht das Land im Vergleich zu anderen Euroländern recht gut da, denn das jährliche Haushaltsdefizit ist mit vier Prozent vergleichsweise gering. Außerdem gelten Italiens Banken als gesund.

Das meint auch Jürgen Matthes. Er ist Experte für internationale Wirtschaftspolitik am arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft Köln und sagt außerdem:

Italien hat es seit Jahren gelernt, mit hohen Schulden und niedrigem Wirtschaftswachstum zu leben.

Warum er zu dieser Einschätzung kommt und wie er die Sparbemühungen Italiens bewertet, hören Sie hier.