Eventim, Viagogo und Co. – Machen Ticketbörsen überhaupt Sinn?

08.05.2013

Immer mehr Veranstalter setzen bei Ticketverkäufen auf sogenannte Ticketbörsen. Eventim, viagogo und Co. verärgern aber wegen zu teurer Tickets zunehmend ihre Kunden.

Eintrittskarten zu Großveranstaltungen haben einen sehr großen und lukrativen Markt. Foto: © AFP/John MacDougall

war als Ticketmanager unter anderem für die Fußball WM 2006 zuständig.Nicolaus Phamwar als Ticketmanager unter anderem für die Fußball WM 2006 zuständig. 

Knapp drei Wochen sind es noch – dann findet in London das deutsch-deutsche Champions League Finale statt.

Der Andrang auf die Tickets für das Duell zwischen Borussia Dortmund und Bayern München ist riesig. Bereits mehr als eine halbe Millionen Menschen haben Eintrittskarten angefordert – und das nur auf Seiten des BVB.

Diese Zahlen zeigen: der Ticket-Markt ist ein extrem lukrativer Markt, nicht nur im Fußball. Auch andere Sportveranstaltungen oder Musikkonzerte locken eine Menge Menschen an.

Viagogo steht in der Kritik

Viele Veranstalter erhöhen aber nicht die Preise. Die Angst vor einem Einbruch der Zuschauerzahlen ist viel zu groß. Um trotzdem mehr einzunehmen, schließen viele Veranstalter Verträge mit Ticketportalen wie Eventim oder Viagogo ab. Doch vor allem Viagogo steht in der Kritik.

Wie genau Eventim und Co. arbeiten und welche Probleme Ticketportale mit sich bringen, das haben wir Nicolaus Pham gefragt. Er war Ticketmanager diverser Großveranstaltungen, unter anderem bei der Fußball WM 2006.