1000 Millionäre auf einen Schlag – Facebook geht an die Börse

18.05.2012

Facebook ist an der Börse. Seit heute kann man Anteile am sozialen Netzwerk für 38 Dollar pro Stück erwerben. Kritiker befürchten allerdings, die Aktie hält nicht was sie verspricht. Thomas Knüwer hingegen sagt: vor allem deutsche Medien schreiben eine angebliche "Blase" nur herbei.

Hier wird seit heute auch die Facebook-Aktie gehandelt: Die New Yorker Börse. Foto: Mario Vedder/dapd

Die Erwartungen sind hoch: heute feiert das soziale Netzwerk Facebook sein Debüt an der Börse. Für 38 Dollar pro Stück wurde die Aktie zum Start gehandelt. Durch die Decke ging sie nach Handelsstart nicht. Aber trotzdem: insgesamt hat das Unternehmen heute rekordverdächtige 16 Milliarden US Dollar eingesammelt.

An Mahnern mangelt es dennoch nicht. Einige bemängeln, Facebook habe kein wirkliches Geschäftsmodell – andere befürchten, dass Datenschützer dem Netzwerk das Leben schwer machen könnten. Manche Wirtschaftsjournalisten sehen gar eine neue Dotcom-Blase. Analysten kritisieren mitunter, dass Facebook sein Potential aktuell nicht einmal ansatzweise ausschöpfen würde: so verdiene das Unternehmen mit mobilen Apps momentan überhaupt kein Geld.

Die Medienberichte überschlagen und widersprechen sich, doch in einem sind sie sich einig: Facebook hat den wohl wichtigsten Börsengang des Jahres hingelegt. Tobias Knüwer, Blogger und Unternehmensberater, hat versucht, den Überblick behalten. Warum er die vermeintliche „Blase“ herbeigeschrieben sieht, darüber sprechen wir mit ihm im Interview.