“Filterbubbles” – Raus aus der Wahrnehmungsblase

22.02.2013

In der Google-Suche oder auf dem Facebook-Newsfeed: Internetnutzern werden oft personalisierte Inhalte angeboten. Bewegt man sich nur noch in diesem Rahmen, sitzt man in der "Filterbubble" fest. Ein Effekt der Filterblase: man blendet Teile der Wirklichkeit aus.

In der Blase sieht alles gleich aus, meint unser Gesprächspartner Felix Stalder. Foto: © David Hecker/ dapd.

hat die Auswirkungen von Filterbubbles auf Suchergebnisse untersucht. Foto: © Anja HitzenbergerFelix Stalderhat die Auswirkungen von Filterbubbles auf Suchergebnisse untersucht. Foto: © Anja Hitzenberger 

Suchergebnisse von Google oder Facebooks Newsstream: Was uns beim Surfen angezeigt wird, bestimmen wir selbst – denken wir zumindest. Tatsächlich laufen jedoch Suchalgorithmen im Hintergrund. Diese werten unsere digitalen Spuren aus und versorgen uns mit personalisierten Informationen.

Bekommen wir allerdings nur noch das zu sehen, was wir eh schon erwartet haben, sitzen wir in einer sogenannten „Filterbubble“ – ein Begriff des Internetaktivisten Eli Pariser – fest.

Wie sich die Blase auf uns auswirkt und ob man wieder raus kommen kann, haben wir Felix Stalder gefragt. Er arbeitet am Institut für Gegenwartskunst der Zürcher Hochschule der Künste und hat ein Experiment zu „Filterbubbles“ gemacht.

Das ist das Problem, dass wir zunehmend weniger wahrnehmen, dass es Leute mit anderen Meinungen gibt, dass es andere Sichtweisen auf Probleme gibt. – Felix Stalder über die Auswirkungen von Filterbubbles