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Wollen ein Gewitter über die Banken herziehen lassen: die Macher der Protestaktion “Stopbanque”. / Torsten Silz (dapd)

Finanzcrash von unten? Protestaktion “Stopbanque” will Banken ins Wackeln bringen

Die Idee ist simpel: am 7. Dezember sollen möglichst viele Menschen ihre Bankkonten leeren, so einen Crash auslösen – und den Banken einen Denkzettel für die Krise verpassen. Kann das klappen?

Die große Finanz- und Bankenkrise hat viel Unsicherheit erzeugt, viel Geld vernichtet, darunter auch die Ersparnisse von so manchem „kleinen Sparer“. Und Schuld darin sind einige wenige große Finanzmanager – deren Institute dann noch mit Milliarden Steuergeld gerettet wurden. Soweit die Geschichte in radikaler Verkürzung. Sie sorgte und sorgt für Wut bei vielen der „kleinen Leute“. Doch wenn viele kleine Leute viele kleine Dinge tun, können sie Großes bewegen, sagt das Sprichwort. Und aus Frankreich kommt nun die Idee, das mal auszuprobieren – und zwar mit den Ersparnissen auf der Bank.

Max Otte - ist in Worms Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre. / © IFVE

ist in Worms Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre. / © IFVE
Max Otte

Die Idee: am 7. Dezember sollen möglichst viele Menschen zur Bank gehen und dort ihre Spar- und Girokonten leerräumen. Man wolle doch mal sehen, heißt es, ob das nicht einen Finanzcrash von unten auslösen könne. Aber kann das klappen? Das fragen wir einen Experten, der die Krise früh hat kommen sehen und sie besser versteht, als wir es tun: der Finanzexperte Prof. Max Otte. Ob so eine Aktion irgendeinen nennenswerten Ausschlag haben kann, wie wertvoll das Ersparte auf der Bank für die Institute ist und wieviel Macht folglich die „Armee der Sparer“ haben kann, darüber sprechen wir mit Max Otte.