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Bild: Frank Bauer | Promo

Flopcast | Anne Koark

Vom Gründerpreis zur Pleite zum Bestseller

Anne Koarks Unternehmen war erfolgsverwöhnt. Also investierte sie und mietete größere Büroräume. Die Anschläge vom 11. September 2001 rissen die Firma nur kurz darauf in die Insolvenz. Später schrieb Koark einen Bestseller über diese Erfahrung.

Mit ihrem Unternehmen war die gebürtige Britin Anne Koark um die Jahrtausendwende auf der Erfolgsspur. „Trust in Business“ half ausländischen Unternehmen, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Das klappte so gut, dass Koark sogar einen Existenzgründerpreis gewann. Nochmal zwei Jahre später war sie pleite.

Zu hoch gepokert

Um die enorme Nachfrage ausländischer Firmen bedienen zu können, verdoppelte Koark 2001 die Büroflächen. Die Kosten: 12.000€ im Monat.

Kaum war das unterschrieben, kam der 11. September und reihenweise Kunden sind pleite gegangen. Und noch viel schlimmer, viele US-Firmen sind für eine längere Zeit gar nicht mehr nach Deutschland gekommen. Und ich saß da und musste die Miete bezahlen. – Anne Koark

Daraufhin schrieb Anne Koark ein Buch über ihre Pleite. Das hielt sich fünf Wochen in der Wirtschaftsbestsellerliste, sie bekam hunderte Briefe und Anrufe – und konnte sogar politisch etwas bewegen.

Ich finde es sehr wichtig, dass man irgendwann mal eine Gesellschaft hinterlassen kann, in der es möglich ist zu sagen: Ich habe einen Fehler begangen. Ich stehe dazu, ich versuche das wieder gut zu machen, aber deshalb muss ich mich nicht wegradieren aus der Welt. – Anne Koark

Mit Humor durch die Insolvenz

Wie es genau zur Insolvenz kam, welche schönen und auch erschreckenden Erfahrungen sie in diesem Prozess gemacht hat und wie sie sich mit viel britischem Humor wieder aufgerappelt hat, erklärt Anne Koark in der zweiten Folge des „Flopcast“ mit detektor.fm-Moderatorin Maja Fiedler.

Redaktion: Javan Wenz


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