Play
Daniel und Markus Freitag. Foto: Roland Tännler | Promo
Bild: Roland Tännler | Promo

Flopcast | Daniel und Markus Freitag

Gute Ideen und schlechtes Timing

Die FREITAG-Tasche aus alten LKW-Planen ist heute Kult. Doch in den ersten Jahren wollen die Erfinder Daniel und Markus mehrfach hinschmeißen. Mit ihrem zweiten Unternehmen Skim.com entwickeln sie eine Art frühes soziales Netzwerk und tüfteln am allerersten Kamera-Handy. „Wir waren ein paar Jahre zu früh“, sagen sie heute.

Die zündende Idee

Die Geschichte der FREITAG-Taschen beginnt 1993, als Markus Freitag eine alte, stinkende LKW-Plane in die WG der Brüder in Zürich schleppt. Daniel und Markus waschen die riesige Plane in der Badewanne, schrotten mehrere Nähmaschinen, um am Ende die erste Fahrradkurier-Tasche aus eigener Fertigung in den Händen zu halten. Heute hat ihr Unternehmen rund 200 Mitarbeiter, Flagship-Stores auf der ganzen Welt und verarbeitet hunderte Tonnen alter LKW-Planen pro Jahr. Auch Damen- und Herrenmode hat der Shop mittlerweile im Programm.

Die erste FREITAG-Tasche aus alter LKW-Plane. - Foto: FREITAG / Oliver Nanzig

Foto: FREITAG / Oliver Nanzig
Die erste FREITAG-Tasche basteln die Gründer in den 1990ern in ihrer Züricher WG selbst. Bis heute ist das allererste Modell weltweit erfolgreich und wird in Design-Museen in New York und Amsterdam ausgestellt.Die erste FREITAG-Tasche aus alter LKW-Plane.

Glücklose Digital-Pioniere

Doch die Brüder hatten schon früh noch weitere Ideen. Mit Skim.com bauten sie ein Unternehmen auf, das Zürich zu einer Art Silicon Valley hätte machen können. Unter anderem wollten Daniel und Markus Freitag Handys mit Kameras ausrüsten damals eine geradezu revolutionäre Idee. Doch nach wenigen Jahren floppte das Unternehmen.

Die Zeit war noch nicht reif. In dem Jahr, als Skim.com Konkurs ging, kam gerade WAP auf die Handys. Mobile Kommunikation hat so noch nicht stattgefunden, es gab noch nicht das mobile Internet. Die Idee war natürlich gemacht für mobiles Internet. Daniel Freitag

Was es außer dem richtigen Timing noch gebraucht hat, um nach dem Scheitern wieder aufzustehen und ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, erklären Daniel und Markus Freitag in der ersten Folge unseres neuen Podcasts „Flopcast“ mit detektor.fm-Moderatorin Maja Fiedler.

Redaktion: Javan Wenz


Header Flopcast Landingpage

Der Flopcast – Was wir von gescheiterten Unternehmen lernen können

Wer hierzulande ein Unternehmen gegen die Wand fährt, wird schnell als Verlierer abgestempelt. Dabei ist Scheitern keineswegs ein Makel – es ist eine große Chance. Im Flopcast von detektor.fm beschreiben Unternehmerinnen und Unternehmer, was sie vom Scheitern gelernt haben. Hier sprechen sie über große und kleine Fehler, über Lehren für die Zukunft und über ihren Weg zurück in die Erfolgsspur. Präsentiert von Lexware.

Den Flopcast gibt es überall, wo es Podcasts gibt – bald auch direkt bei Apple Podcasts, Spotify, Deezer und Google Podcasts. Hier entlang zur Übersicht.