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Flopcast | Sara Urbainczyk

„Wir wollten den bequemsten Weg gehen“

Sara Urbainczyk hat ein Soziales Netzwerk für Haustiere gegründet. Doch zum finalen Schritt fehlte ihr der Mut. Ein Fehler, sagt sie heute.

Die Situation, aus der Sara Urbainczyk die Idee zu „My Social Petwork“ entwickelt, kennen viele: Zusammen mit einer Kollegin ist sie immer die letzte im Büro. Die beiden sitzen sich gegenüber und irgendwann reift der Wunsch, „mal was eigenes auszuprobieren“. Weil die beiden Hundebesitzerinnen sind, ist recht schnell klar, wie das Projekt aussehen soll:

„My Social Petwork“ war quasi das Facebook für Tiere. So verrückt sich das auch anhört.

Sara Urbainczyk

Die Idee schlägt ein wie eine Bombe. Unzählige Zeitungen berichten über Saras verrückte Idee, selbst die FAZ portraitiert sie. Die Nutzerzahlen steigen rasant. Das Konzept geht auf und das Unternehmen ist auf Erfolgskurs. Doch hinter den Kulissen läuft nicht alles so gut. Sie und ihre Kollegin sind nicht bereit, ihre alten Jobs aufzugeben, um sich ganz auf das neue Projekt zu konzentrieren. Und der Verlag, dessen Netzwerk „My Social Petwork“ praktisch ist, hat keine Idee, wie man ein soziales Netzwerk zu Geld macht. Zu sehen, wie die eigene Idee von anderen an die Wand gefahren wird, ist für Sara schmerzhaft.

Ich habe dann gemerkt, dass ich das irgendwie ausblenden muss. Das war mein Learning: Ich muss mich davon distanzieren.

Sara Urbainczyk

Gesagt, getan. Sara wechselt in einen anderen Zeitschriftenverlag. Doch lange bleibt sie nicht ruhig: Zusammen mit zwei Kolleginnen gründet sie die Mütter-Community „Echte Mamas“ – und hat damit Erfolg. Was Sara Urbainczyk dabei aus dem Flop von „My Social Petwork“ gelernt hat, hat sie detektor.fm-Moderatorin Maja Fiedler erzählt.