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Folgen des niedrigen Leitzinses der EZB: Geraten Stiftungen in Geldnot?

Deutschland zählt in Europa zu einem der Länder mit den meisten Stiftungen. Diese leben häufig von den Zinsen ihres Kapitals und profitieren von Steuerentlastungen, doch der historisch niedrige Leitzins der EZB könnte es jetzt insbesondere kleinen Stiftungen schwer machen.

Anke Pätsch - ist Leiterin Medien & Kommunikation beim Bundesverband Deutscher Stiftungen.

ist Leiterin Medien & Kommunikation beim Bundesverband Deutscher Stiftungen.
Anke Pätsch

Fast 20.000 Stiftungen gibt es derzeit in Deutschland, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen. Die Stiftungen bürgerlichen Rechts dienen zum Großteil gemeinnützigen Zwecken und gehören zu denen, die durch die Zinssenkung der EZB Probleme bekommen können. Denn finanzieren ihre Ausgaben häufig über die Zinsen ihres Vermögens. Bei niedrigen Zinsen steht ihnen damit weniger Geld zur Verfügung.

Schwierige finanzielle Lage trotz Steuerbegünstigungen?

Wird eine Stiftung als gemeinnützig anerkannt, wird sie steuerlich entlastet. Trotzdem ist es gerade für kleine Stiftungen momentan schwierig, ihren eigentlichen gemeinnützigen Zweck zu erfüllen.

Warum einige Stiftungen unter dem niedrigen Zinssatz leiden, darüber haben wir mit Anke Pätsch vom Bundesverband Deutscher Stiftungen gesprochen.

Stiftungen müssen ihr Kapital in der Substanz auf ewig erhalten. Einen Teil benötigen sie bereits, um die Inflation auszugleichen. Die niedrigen Zinsen bedeuten für kleinere Stiftungen, dass diese geringere Erträge haben. – Anke Pätsch

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