Folter | Bericht kritisiert Exporte von Instrumenten

Folter made in China

24.09.2014

In China boomen Produktion und Export von Folterwerkzeugen. Das zeigt einer neuer Bericht von Amnesty International. Amnesty-Rüstungsfachmann Mathias John über Hintergründe und Folgen des Handels mit Folterinstrumenten.

Das boomende Geschäft mit der Folter

Folter mit Elektroschockgeräten, Schlagstöcken mit Metallspitzen oder schweren Fußeisen. Schon beim Lesen der Folterinstrumente überkommt einen ein schreckliches Gefühl. Dies sind nur einige Folterwerkzeuge, die Amnesty International in ihrem neuen Bericht über den Export chinesischer Foltergeräte auflistet. Diesen Bericht hat die Organisation diese Woche in Zusammenarbeit mit der britischen Omega Research Foundation veröffentlicht.

Der Bericht mit dem Titel „China’s Trade in Tools of Torture and Repression“  dokumentiert, dass mehr als 130 chinesische Firmen Ausrüstung für private und staatliche Sicherheitskräfte produzieren. Ein Großteil der Unternehmen sei in staatlicher Hand.

Der Staat als Hersteller von Folterinstrumenten

Amnesty prangert an, dass Chinas Konzerne mit dem Handel von Folterwerkzeug weltweit Menschenrechtsverletzungen fördern würden. Viele Staaten rüsteten sich mit den chinesischen Produkten aus, um die eigene Bevölkerung zu misshandeln. Ein Großteil der Käufer sind dem Bericht zufolge afrikanische Machthaber. Mathias John ist Rüstungsfachmann von Amnesty International Deutschland. Er kann erklären, warum gerade China so viele Folterwerkzeuge produziert und was die EU gegen den Handel mit den grausamen Instrumenten machen kann.

Dr. Mathias JohnDie Folterer verwenden besonders gern Elektroschockgeräte und Schlaggeräte, weil diese weniger Spuren hinterlassen. Wir konnten das beispielsweise in Ghana, im Senegal, in Ägypten oder in Madagaskar nachvollziehen. Mathias JohnRüstungsexperte der deutschen Sektion von Amnesty International 

Redaktion: Yelena Zimdahl