Forschungsquartett | Mehr Durchblick mit der Datenbrille

08.11.2012

Die Datenbrille soll eines Tages das Smartphone ersetzen - und noch mehr können. Das "Project Glass" von Google mit Sprachsteuerung ist ehrgeizig. Doch das Dresdner COMMED geht noch einen Schritt weiter.

Bis jetzt gibt es drei Prototypen von der Datenbrille. Foto: © COMMED

Ein Mann steht morgens auf, plant seinen Tag. Er verabredet sich mit einem Freund in einem Buchladen. Den Weg dorthin kennt er noch nicht, er lässt ihn sich während der Fahrt einfach navigieren – mithilfe einer Datenbrille.

Links das abgefilmte Auge, rechts die Weltkarte. Die Testsoftware für die Datenbrille zeigt, wie die Brille arbeitet. Foto: detektor.fmDie Datenbrille.Links das abgefilmte Auge, rechts die Weltkarte. Die Testsoftware für die Datenbrille zeigt, wie die Brille arbeitet. Foto: detektor.fm 

Er checkt den Status seines Freundes auf Google Plus. Später sendet er seiner Freundin im Live-Chat ein Bild von dem Sonnenaufgang vor ihm. Per Sprachbefehl lässt sich seine Brille für alle möglichen Situationen verwenden.

Konkurrenz für Google

So verspricht es ein Video des amerikanischen IT-Riesen Google. Doch Konkurrenz bekommt Google aus Dresden.

Das COMEDD ist ein Ableger des Fraunhofer Instituts für Photonische Mikrosysteme. Dort hat der Ingenieur Rigo Herold eine Datenbrille entwickelt, die sich mit der Augenbewegung steuern lässt.

Was ist „Augmented Reality“?

Eine winzige Kamera filmt dabei das Auge des Benutzers und rechnet diese auf ein Koordinatensystem um. So funktioniert jedenfalls die Software, die Redakteurin Stefanie Gerressen anhand eines Prototypen getestet hat.

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