Fortschritt | GPS-Tracker: Ein Signal – viele Möglichkeiten

28.02.2012

GPS-Tracker können Routen nachverfolgen helfen. Das ist nicht nur für Outdoor-Sportarten interessant. Was man mit GPS-Daten alles anstellen kann...

Die Route mit GPS-Trackern verfolgen - das geht nicht nur im Versandhandel.  /Foto: Screenshot/ maps.google.de

Bei der spontanen Fahrradtour eine wunderbare Strecke entdeckt? Spontan sind Sie auf ein wunderbares Fleckchen Erde verliebt? Oder irgendwie das Gefühl, morgens auf dem Weg zur Arbeit stets einen unsinnigen Umweg zu radeln?

Immer wenn es darum geht, Orte und Strecken später nachvollziehbar zu machen, kommen GPS-Tracker ins Spiel. Die können sehr genau verfolgen, was wann wo war. Damit ist GPS-Tracking so vielseitig einsetzbar, dass es sich zunehmend zu einer Art Volkssport entwickelt. Doch nicht nur für Sport und Freizeit, sondern auch im professionellen Bereich sind die kleinen Signalgeber wahre Wunderkinder.

Was man also mit GPS-Trackern so alles anstellen kann, das bespricht Katja Schmidt heute mit Marcus Engert.


Was GPS-Tracker alles können – das Interview zum Mitlesen

Für wen ist das GPS-Tracking interessant?

GPS-Tracking ist immer dann interessant, wenn man irgendwelche Wege aufzeichnen und nachverfolgen will. Das können also Privatmenschen sein, die das für bestimmte Sportarten nutzen, oder als eine Art Tagebuch oder Gedächtnisstütze. Das können aber auch professionelle Anwender sein, die einfach den Gang irgendwelcher Güter oder Waren nachverfolgen wollen.

Dann beginnen wir mal mit dem Privatanwender. Was kann der Laie so anstellen mit GPS-Trackern?

Immer dann, wenn man irgendeine Wegstrecke erkunden und nachvollziehen will – immer dann machen die Tracker Sinn. Also, mal ein Beispiel: man fährt spontan mit dem Motorrad auf eine Tour los, und findet den besten Biergarten aller Zeiten. Oder: man ist Wandern und entdeckt eine traumhafte Route. Dann kannst man später zuhause am PC die Daten aus dem GPS-Tracker ziehen und in spezielle Programme laden, und die Wege so nachvollziehen.

Oder aber, ein anderes sehr spannendes Anwendungsfeld: Fotos mit GPS-Daten versehen. Man nennt das Geo-Referenzierung oder Geo-Tagging. Da wird durch die Kamera beim Schiessen des Bildes in die Bild-Metadaten auch der genaue Ort der Aufnahme mit eingeschrieben. Da lässt sich also später genau nachvollziehen, wo welches Bild entstand. Grundsätzlich gänge das auch mit Audio und Video, nur gibt es hier noch nicht so richtig fertige, gut funktionierende und günstige Lösungen für den Alltag. Mit hörbaren Städteführungen gibt’s das schon. Aber dass jedermann das selbst tun kann, wird erst noch kommen.

Das alles klingt ein bisschen nach Geo-Caching und Abenteuersport?

Stimmt, das ganze ist nah dran am Geo-Cachen. Beim Geo-Caching geht’s aber im Wesentlichen um das Suchen eines kleinen Schatzes. GPS-Tracking ist allgemeiner. Also ich kann Fahrrad-Routen vorbereiten, Wanderwege, Stadt-Touren – oder aber eben auch andersrum: ich kann meine erlebten Touren online anderen bereit stellen, weil ich sie eben mit so einem Tracker aufgezeichnet habe. Und genau, weil das so gut geht, gibt’s eigentlich keine Outdoor-Sportart, für die es nicht auch GPS-Communities im Netz gibt. Und all diese Sportler nutzen das dann auch als Leistungsnachweiser – also vergleichen sich über die aufgezeichneten GPS-Daten.

Und das landet dann alles auf irgendwelchen Webseiten, in Foren und so weiter?

Exakt. Dort kann man Routen einstellen, aber sich auch ziehen. Dieser Community-Gedanke ist wirklich nicht zu unterschätzen: das teilen und finden von tollen Routen ist wesentlicher Bestandteil des Spaßes. Wenn man einmal drin ist, in dieser Gemeinschaft, kommt es eben auch schnell zum Austausch mit gleich gesinnten. Da gibt’s etliche Portale im Netz, wir verlinken auch ein paar auf der Webseite bei uns. Dort kann jeder Routen einstellen, nachbearbeiten – generell ist die nachträgliche Pflege der Routen ziemlich wichtig, also das Fein-Tuning sozusagen. Und: man kann sich auch Routen runterladen. In verschiedenen Formaten, so dass die von unterschiedlichen Geräten, aber auch kostenlosen Diensten wie GoogleEarth oder Microsofts „Virtual Earth“ verstanden werden können.

Jetzt haben wir hier über Hobby und Spaß gesprochen: Du meintest, GPS-Tracking wäre auch spannend für professionelle Anwender?

Das ist richtig. Man kann damit zum einen Dinge sichern. Also: Anhänger, Baufahrzeuge, Maschinen, Boote – die werden ja gern mal geklaut. Man kann die jetzt mit einem GPS-Tracker versehen und in den einen bestimmten Bereich einspeichern. Wie eine Art virtueller Gartenzaun. Verlässt das so gesicherte Teil diesen Bereich, gibt’s Alarm.

Interessant ist das weiterhin für Menschen in der Logistik-Branche, also alles rund um Verkehr und Waren und Fuhrpark. Die können GPS-Tracker z.B. als elektronisches Fahrtenbuch und Fahrtenschreiber benutzen. Man kann dann jedes Fahrzeug vom Schreibtisch aus orten. Also: für alle Aufgaben rund um ein Flottenmanagement sind die Tracker ideal. Das sind dann natürlich professionelle Geräte, die haben maßgeschneiderte Programme dabei. Dann sind das aber auch Geräte für ein paar Hundert Euro. Und: neben diesen Kosten fallen auch noch laufende kosten für die Datenübertragung an.

Also, ich wüsste da auch so das Eine oder Andere, was ich gern mal überwachen würde. Kann ich das also tun, mit so einem GPS-Tracker?

Also, nicht lang drumrum: Ja, man kann mit GPS-Trackern überwachen. Sinnvoll ist das zum Beispiel, wenn das eigene Haustier weggelaufen ist – das ist natürlich noch im grünen Bereich. Etwas brenzliger wird’s, wenn Misstrauen im Spiel ist. Also: machen die in der Autowerkstatt wirklich nur ne Testfahrt? Ist das Kind wirklich in der Schule? Und wo ist der Mann eigentlich, wenn er Überstunden macht? Das KÖNNTE man mit GPS-Trackern rausfinden. Man darf es aber eigentlich nicht. Wer jemandem einem GPS-Tracker unterjubelt und den damit verfolgt, verletzt dessen Privatsphäre, macht sich also strafbar. Das ist etwas anderes, wenn es offen und mit Einverständnis geschieht. Also: wenn der Außendienstmitarbeiter weiß, dass ein GPS-Tracker ihn aufzeichnet, ist alles gut. Wenn er es nicht weiß, und der Chef nur mal Kontrolletti spielen will, nicht.

Im Übrigen aber, jetzt mal ohne die Spitzelfunktionen, kann GPS-Tracking wirklich für Sicherheit sorgen. Man kann das eigene Hab und Gut nach einem Diebstahl via GPS orten. Das ist absolut zulässig. Nur muss diese Information dann eben zur Polizei. Oder aber: man kann mit manchen GPS-Trackern ein Notsignal absenden. Und das geht dann an die Notrufzentrale oder als SMS an beliebige eingespeicherte Handy-Nummern. Und da hilft das also dann auch wirklich.

  1. Für wen ist das GPS-Tracking denn interessant?

GPS-Tracking ist immer dann interessant, wenn man irgendwelche Wege aufzeichnen und nachverfolgen will. Das können also Privatmenschen sein, die das für bestimmte Sportarten nutzen, oder einfach als eine Art Tagebuch oder Gedächtnisstütze. Das können aber auch professionelle Anwender sein, die einfach den Gang irgendwelcher Güter oder Waren nachverfolgen wollen.

  1. Dann beginnen wir mal mit dir und mir, also den Privatanwender. Was können die anstellen mit GPS-Tracking?

Immer dann, wenn man irgendeine Wegstrecke erkunden und nachvollziehen will – immer dann machen die Sinn. Also, mal ein Beispiel: du fährst spontan mit dem Motorrad auf eine Tour los, und findest den besten Biergarten aller Zeiten. Oder: du bist Wandern und entdeckst eine traumhafte Route. Dann kannst du wieder zuhause am PC die Daten aus dem GPS-Tracker ziehen und in spezielle Programme laden, und die Wege nachvollziehen.
Oder aber, ein anderes sehr spannendes Anwendungsfeld: Fotos mit GPS-Daten versehen. Man nennt das Geo-Referenzierung oder Geo-Tagging. Da wird durch die Kamera beim Schiessen des Bildes in die Daten auch der genaue Ort der Aufnahme mit eingeschrieben. Das lässt sich also später genau nachvollziehen, wo welches Bild entstand. Grundsätzlich gänge das auch mit Audio und Video, nur gibt es hier noch nicht so richtig fertige, gut funktionierende und günstige Lösungen für den Alltag. Mit so Städteführungen gibt’s das schon. Und dass jedermann das selbst tun kann, das wird auch alles kommen.

  1. Das klingt ein bisschen nach Geo-Caching und Abenteuersport?

Stimmt, das ganze ist nah dran am Geo-Cachen. Beim Geo-Caching geht’s aber im Wesentlichen um das Suchen eines kleinen Schatzes. GPS-Tracking ist allgemeiner. Also ich kann Fahrrad-Routen vorbereiten, Wanderwege, Stadt-Touren – oder aber eben auch andersrum: ich kann meine erlebten Touren online anderen bereit stellen, weil ich sie eben mit so einem Tracker aufgezeichnet habe. Und genau, weil das so gut geht, gibt’s eigentlich keine Outdoor-Sportart, für die es nicht auch GPS-Communities im Netz gibt. Und all diese Sportler nutzen das dann auch als Leistungsnachweiser – also vergleichen sich über die aufgezeichneten GPS-Daten.

  1. Und das landet dann alles auf irgendwelchen Webseiten, in Foren und so weiter?

Exakt. Dort kann man Routen einstellen, aber sich auch ziehen. Dieser Community-Gedanke ist wirklich nicht zu unterschätzen: das teilen und finden von tollen Routen ist wesentlicher Bestandteil des Spaßes. Wenn man einmal drin ist, in dieser Gemeinschaft, kommt es eben auch schnell zum Austausch mit gleich gesinnten. Da gibt’s etliche Portale im Netz, wir verlinken auch ein paar auf der Webseite bei uns. Dort kann jeder Routen einstellen, nachbearbeiten – generell ist die nachträgliche Pflege der Routen ziemlich wichtig, also das Fein-Tuning sozusagen. Und: man kann sich auch Routen runterladen. In verschiedenen Formaten, so dass die von unterschiedlichen Geräten aber auch kostenlosen Diensten wie GoogleMaps verstanden werden können. Generell gilt hier aber: nicht blind auf die dort eingestellten Routen verlassen. Mitunter sind die ziemlich schlampig aufgezeichnet. Also: entweder in kleineren Spezial-Foren suchen, weil diejenigen die dort einstellen sich einem bestimmten Gebiet sehr genau widmen. Regionale Portale zum Beispiel sind oft überraschend gut, weil Ortsansässige, die ihre Routen tauschen, in der Regel bessere Kenntnis mitbringen. Oder aber: Seiten, wo man für die Strecken eine Kleinigkeit bezahlt. Dort hat man dann nämlich größere Chancen, dass alles sauber ist. Oder: wenigstens die Möglichkeit, sich zu beschweren, falls nicht.

  1. Jetzt haben wir hier über Hobby und Spaß gesprochen: Du meintest, GPS-Tracking wäre auch spannend für professionelle Anwender?

Das ist richtig. Man kann damit zum einen Dinge sichern. Also: Anhänger, Baufahrzeuge, Maschinen, Boote – die werden ja gern mal geklaut. Man kann die jetzt mit einem GPS-Tracker versehen und in den einen bestimmten Bereich einspeichern. Wie eine Art virtueller Gartenzaun. Verlässt das so gesicherte Teil diesen Bereich, gibt’s Alarm.

Interessant ist das weiterhin für Menschen in der Logistik-Branche, also alles rund um Verkehr und Waren und Fuhrpark.

Die können GPS-Tracker z.B. als elektronisches Fahrtenbuch und Fahrtenschreiber benutzen. Man kann dann jedes Fahrzeug vom Schreibtisch aus orten. Also: für alle Aufgaben rund um ein Flottenmanagement sind die Tracker ideal. Das sind dann natürlich professionelle Geräte, die haben maßgeschneiderte Programme dabei. Dann sind das aber auch Geräte für ein paar Hundert Euro. Und: neben diesen Kosten fallen auch noch laufende kosten für die Datenübertragung an.

  1. Also, ich wüsste da auch so das eine oder DEN anderen, den ich gern mal überwachen würde. Kann ich das also tun, mit so einem GPS-Tracker?

Also, nicht lang drumrum: Ja, man kann mit GPS-Trackern überwachen. Sinnvolles, zum Beispiel, wenn das eigene Haustier weggelaufen ist. Das ist natürlich noch im grünen Bereich. Etwas brenzliger wird’s, wenn Misstrauen im Spiel ist. Also: machen die in der Autowerkstatt wirklich nur ne Testfahrt? Ist das Kind wirklich in der Schule? Und wo ist der Mann eigentlich, wenn er Überstunden macht? Das KÖNNTE man mit GPS-Trackern rausfinden. Man darf es aber eigentlich nicht. Wer jemandem einem GPS-Tracker unterjubelt und den damit verfolgt, verletzt dessen Privatsphäre, macht sich also strafbar. Das ist etwas anderes, wenn es offen und mit Einverständnis geschieht. Also: wenn der Außendienstmitarbeiter weiß, dass ein GPS-Tracker ihn aufzeichnet, ist alles gut. Wenn er es nicht weiß, und der Chef nur mal Kontrolletti spielen will, nicht.

Im Übrigen aber, jetzt mal ohne die Spitzelfunktionen, kann GPS-Tracking wirklich für Sicherheit sorgen. Man kann das eigene Hab und Gut nach einem Diebstahl via GPS orten. Das ist absolut zulässig. Nur muss diese Information dann eben zur Polizei. Oder aber: man kann mit manchen GPS-Trackern ein Notsignal absenden. Und das geht dann an die Notrufzentrale oder als SMS an beliebige eingespeicherte Handy-Nummern.

Abmod.:
Also, das alles ermöglichen GPS-Tracker. Ein paar hilfreiche Webseiten, wo es interessante Touren gibt und was man mit GPS-Tracking alles anstellen kann, verlinken wir auf detektor.fm – ebenso Infos, wie die Tracker genau funktionieren, wo es sie zu kaufen gibt und was sie kosten. Vielen Dank Marcus!