TTIP in der Kritik: Umstrittenes Freihandelabkommen mit den USA

Warum TTIP Frauen benachteiligen könnte

15.08.2014

Das Transatlantische Freihandelsabkommen sollte eigentlich ein Meilenstein für die globalisierte Welt werden. Doch die Bedenken wachsen stetig: Neben Arbeitnehmerrechten und Gesundheitsbestimmungen soll nun auch die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern unter TTIP leiden.

Vom Freihandelsabkommen TTIP versprechen sich die Befürworter lauter positive Effekte: Wirtschaftswachstum, Senkung der Arbeitslosigkeit, mehr Geld für die Arbeitnehmer.

Schon vor der Umsetzung aber wird das Abkommen zwischen der EU und den USA bereits stark kritisiert. Die Gegner befürchten unter anderem die Aufhebung der Arbeitnehmerrechte und die Herabsetzung von Umwelt- und Verbraucherstandards.

Jetzt ist ein weiterer Kritikpunkt hinzugekommen: Von dem erwarteten Wachstum würden vor allem Männer profitieren. Frauen dagegen würden von dem Freihandelsbakommen eher benachteiligt.

Ob das so ist und in welcher Größe die Benachteiligungen da ist, erklärt Alexandra Caterbow vom gemeinnützigen Verein Women in Europe for a Common Future.

CaterbowDie negativen Auswirkungen von TTIP treffen vor allem die, die eh schon wenig haben, die eh schon in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten müssen. Das sind leider meistens Frauen.Alexandra Caterbowarbeitet beim Netzwerk WECF (Women in Europe for Common Future)