Fremde Objekte in der Kanalisation – 15-Tonnen-Fettklumpen in London

07.08.2013

Was im Abfluss verschwindet, will man am liebsten nicht mehr sehen – manchmal wird es aber doch noch zum Problem. Der monströse Fettberg in London ist ein Extrembeispiel, aber kein Einzelfall.

An den Wänden der Abwasserkanäle können sich leicht Essensreste und Müll ablagern. Foto: padonak39 / flickr.com

«Es» sieht extrem bedrohlich und in höchstem Maße unbehaglich aus. Bildaufnahmen zeigen viel gelb, was hin und wieder von der Decke tropft. Die Kamera scheint die selbe Substanz vor sich her zu schieben.

Mehrere Bürger in London hatten sich in letzter Zeit darüber beschwert, dass ihre Waschbecken und Toiletten nicht mehr richtig funktionieren. Als daraufhin Kanalarbeiter das Rohrsystem überprüften, entdeckten sie dort einen riesigen Fettklumpen.

Ein Fettgigant in London

hat so einen Fettklumpen wie in London noch nicht erlebt.Ole Braukmannhat so einen Fettklumpen wie in London noch nicht erlebt. 

Wenn fettige Essensreste und anderer Müll über den Abfluss oder die Toilette entsorgt werden, sammeln sich die Rückstände in der Kanalisation an. In diesem Fall ist der Fettberg 15 Tonnen schwer gewesen. Zum Vergleich: genauso schwer sind jeweils die größte Transferpumpe und die größte Drillmaschine der Welt.

Ob solche extremen Fälle häufiger vorkommen und was dagegen unternommen wird, das haben wir Ole Braukmann von «Hamburg Wasser» gefragt. Das Unternehmen ist dafür verantwortlich, die Abwasserwege der Stadt zu warten und zu pflegen.

Fettklumpen entstehen immer, wenn Fettreste unsachgemäß entsorgt werden. – Ole Braukmann, Hamburg Wasser