Gegen Terroranschläge versichern?

"Die Nachfrage steigt kontinuierlich"

27.01.2015

Nicht erst seit dem Anschlag auf die Satire-Zeitung 'Charlie Hebdo' in Paris wächst der Markt der Terrorversicherungen. Was verbirgt sich dahinter - und benötigen auch Privatpersonen eine solche Versicherung gegen Terroranschläge?

Von Terroranschlägen profitieren?

Nach dem jüngsten Anschlag auf die Satire-Zeitung ‚Charlie Hebdo‘ diskutieren Politiker, wie man der – zumindest gefühlt stetig wachsenden – Terrorbedrohung begegnen kann. Die Angst vor weiteren Anschlägen in europäischen Metropolen, auch hier in Deutschland, ist groß.

Doch es gibt auch ‚Gewinner‘ der Anschläge, so seltsam das vielleicht klingen mag: der Markt der Terrorversicherungen wächst.

Extremus – eine Folge des 11. September 2001

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde mit Unterstützung der deutschen Regierung ein eigener Terrorversicherer gegründet: Extremus. Aufgrund der Ereignisse in New York sahen sich die Versicherer und Rückversicherer weltweit nicht mehr in der Lage, derartige Schadenereignisse im Rahmen der konventionellen Verträge mitzudecken. Gründungsmitglieder und Aktionäre sind eine Mehrzahl namhafter deutscher, aber auch ausländischer und in Deutschland tätiger Versicherungsunternehmen.

Wer kann sich versichern lassen?

Wie genau diese Terror-Policen aussehen und wer sich gegen Terror versichern lassen kann, das weiß Leo Zagel. Er ist Vorstandsvorsitzender der Extremus Versicherungs-AG, die in Deutschland genau solche Terrorversicherungen anbietet.

Zagel-001Momentan, da wir keine Schäden haben, haben wir Geld gewonnen - das aber, wenn auch nur ein Schaden eintritt, auch wieder weg ist.Leo Zagelist Vorstandsvorsitzender der Extremus Versicherungs-AG. 
Extremus - wie die zentrale deutsche Terrorversicherung arbeitet