“Generation Unsicherheit” – Jugend profitiert nicht vom Aufschwung

19.10.2010

Die Wirtschaft brummt wieder, die Krise scheint überwunden, melden Experten. Aber die junge Generation scheint nicht davon zu profitieren. Eine Studie zeigt: Praktika, Leiharbeit und befristete Verträge bleiben die Regel.

Ausbildung junger Menschen - doch die Sicherheit auf feste Arbeitsplätze danach sinkt. / © Insa Korth (ddp)

ist zweiter Vorsitzender der Gewerkschaft IG Metall.Detlef Wetzelist zweiter Vorsitzender der Gewerkschaft IG Metall. 

Grund zum Optimismus: Die Krise scheint überwunden, das legen die neuesten Zahlen der Wirtschaftsforschungsinstitute nahe. Doch eine andere aktuelle Studie gibt schon wieder Grund zur Sorge: denn die junge Generation scheint vom Aufschwung nicht zu profitieren. Die IG Metall hat diese Studie in Auftrag gegeben, und die Ergebnisse klingen besorgniserregend: 54% der Erwerbstätigen unter 25 arbeiten in prekären Arbeitsverhältnissen. Und 88% der 20- bis 24-jährigen Teilzeitbeschäftigten wünschten sich lieber eine Vollzeitstelle.
Was bedeutet das für die Gesellschaft? Wo liegen die Ursachen dafür, und was könnte besser gemacht werden? Fragen, die wir dem zweiten Vorsitzenden der IG Metall, Detlef Wetzel gestellt haben: