Gesund Leben | Beipackzettel: zwischen Hilfe und Angstmacher?

31.10.2011

Wie und wann nehme ich das Medikament ein? Welche Nebenwirkungen können dabei auftreten? Beipackzettel sollen dem Verbraucher diese Fragen eigentlich beantworten. Doch jeder Zweite kapituliert bei der Lektüre der Packungsbeilage.

Im Medikamentenwirrwar fällt es Verbrauchern oft schwer, sich zu orientieren. Beipackzettel sollen helfen - tun es oftmals aber nicht, Foto: © Michael Wallrath / ddp

„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Das klingt eigentlich, als wäre es ein Kinderspiel – eigentlich. Denn viele Patienten verzweifeln beim Blick auf den dünnen, gefalteten Zettel, der zu jedem Medikament gehört. Er soll über Nebenwirkungen aufklären und die richtige Einnahme erklären.

ist Vizepräsident der Bundesvereinigung der deutschen Apothekerverbände. © Peter von HeesenFriedemann Schmidtist Vizepräsident der Bundesvereinigung der deutschen Apothekerverbände. © Peter von Heesen  

Doch aus einer Umfrage der deutschen Apothekerverbände geht hervor, dass jeder zweite Deutsche die Packungsbeilage für unverständlich und schlecht lesbar hält. Das Problem: Das medizinische Fachchinesisch ist vom Gesetzgeber so vorgeschrieben.

Was hinter dem unverständlichen Kauderwelsch steckt und warum sich viele Patienten davon verunsichern lassen, weiß Friedemann Schmidt. Er ist Vizepräsident der Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände und ist sich des Problems schon seit längerem bewusst. Wir sprechen mit ihm über die größten Hürden und mögliche Auswege aus dem Dilemma.


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