Gipfeltreffen der BRICS-Staaten

Eigene Bank, neues Selbstbewusstsein der aufstrebenden Länder?

16.07.2014

Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika - das ist der Verbund der sogenannten BRICS-Staaten. Die fünf aufstrebenden Schwellenländer wollen sich politisch unabhängig von Weltbank und IWF machen und eine neue Entwicklungsbank und einen neuen Währungsfonds aufbauen. Kann das funktionieren?

Die Regierungschefs der BRICS-Länder treffen sich derzeit in Fortaleza. Foto: GovernmentZA | flickr.com
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Nach der Fußball-WM gibt es in Brasilien das nächste wichtige Treffen. Denn in dieser Woche sind die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten zu einem Gipfeltreffen im brasilianischen Fortaleza zusammengekommen. Die BRICS-Staaten gewinnen immer mehr an Bedeutung, da ihr Bruttoinlandsprodukt bald das der G8-Staaten überflügeln könnte.

Die fünf Länder wollen künftig unabhängiger sein und kamen auf ihrem Gipfel zu einem wichtigen Ergebnis: sie gründen eine eigene Entwicklungsbank plus einen Währungsfonds. Über dieses Vorhaben und die Stellung der BRICS-Staaten haben wir mit Henning Vöpel vom liberalen Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut gesprochen.

Hamburgisches WeltWirtschafts Institut (HWWI)Diese Schwellenländer sind nach wie vor sehr instabil, sehr fragil. Sie sind anfällig für Währungs- und Bankenkrisen, haben einen institutionell hohen Aufholbedarf und eine solche Bank kann diese Lücke tatsächlich schließen.Henning Vöpelvom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut