Google Analytics Streit: Datenschützer brechen Verhandlungen ab

11.01.2011

"google analytics" verrät Betreibern von Webseiten, wer wann wie lange die Seite besucht - doch das findet nicht jeder gut. Nach gescheiterten Verhandlungen will ein Datenschutzbeauftragter nun härter durchgreifen.

Was weiß google über uns? Und können wir daran etwas verhindern? / © Michael Gottschalk (dapd)

ist Landesdatenschutzbeauftragter in Hamburg.Johannes Casparist Landesdatenschutzbeauftragter in Hamburg. 

Für Unternehmen ist Google Analytics ein praktisches Instrument. Es bringt detaillierte Besucherstatistiken, mit denen zum Beispiel der Erfolg von Marketing-Instrumenten problemlos überprüft werden.

Der Datenschutzbeauftragte von Hamburg, Johannes Caspar, kritisiert Google. Sein Vorwurf: die Software „Google Analytics“ verletze deutsche Datenschutz-Richtlinien.

Bisher hat Caspar mit Google verhandelt und versucht, die Interessen der deutschen Datenschützer durchzusetzen. Heute nun gab er bekannt, dass die Verhandlungen abgebrochen wurden. Nun will Caspar stärker durchgreifen: gegen google, aber auch gegen manche Nutzer von „google analytics“. Wir haben mit ihm über die Gründe gesprochen.

PS:  Auch wir nutzen Google Analytics. Dabei werden aber keinerlei IP-Adressen bei Google gespeichert. Dafür sorgt ein (von uns genutzter) entsprechender Parameter, der von Google seit einiger Zeit angeboten wird.