Green Radio | Aquakultur: probates Mittel gegen Überfischung?

28.03.2013

Ein Großteil der Speisefische stammt aus Aquakultur. Doch gegen die Überfischung natürlicher Gewässer hilft künstliche Aufzucht nur bedingt - nachhaltiger wäre Aquakultur, wenn sich Fische zu Vegetariern machen ließen. Genau das versuchen jetzt Wissenschaftler.

Forellen in einem Aufzuchtbecken. Foto: © Jens-Ulrich Koch/dapd

In Zusammenarbeit mit dem UmweltbundesamtIn Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt 

Der globale Fischverbrauch steigt. Während Fisch für uns Westeuropäer eher ein schmackhaftes Luxusgut ist, trägt er in ärmeren Ländern entscheidend zur Grundversorgung bei. Um die große Nachfrage preiswert decken zu können, entstehen immer mehr Aquakultur-Betriebe. Als Aquakultur bezeichnet man die gezielte Aufzucht von Fisch oder Meeresfrüchten. Meist geschieht das in künstlich angelegten Becken, zum Teil auch in abgetrennten Bereichen natürlicher Gewässer.

Wissenschaftler wollen Fische zu Vegetariern machen

Ulfert Fockenist Experte für Aquakultur und Fischernährung am Thünen-Institut. © Thünen-Institut 

Mittlerweile stammt der größere Teil der weltweiten Speisefisch-Produktion aus Aquakulturen. Die maritime Fischerei allein könnte den Bedarf längst nicht mehr decken. Doch gegen die Überfischung der Meere hilft Aquakultur allein nicht. Denn fleischfressende Fische wie Lachse oder Forellen benötigen viel Eiweiß, sie müssen deshalb selbst Fisch fressen – Fisch, der widerum aus dem Meer stammt. Ein Teil des Fischfutters für die Aquakultur besteht aus Fischmehl, einer sehr begrenzten Ressource. Wissenschaftler wollen deshalb die Aquakultur-Fische möglichst vegetarisch ernähren.

Wie sie das machen und warum auch das problematisch ist, hat uns Ulfert Focken erklärt, Experte für Aquakultur und Fischernährung am Thünen-Institut für Fischereiökologie in Ahrensburg.

+++Green Radio: Umwelt und Nachhaltigkeit – eine Kooperation mit dem Umweltbundesamt. Jeden Donnerstag bei detektor.fm+++

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