Green Radio | Elektroautos: Auf halber Strecke liegengeblieben?

04.10.2012

Bis 2020 sollen mindestens eine Million Elektroautos durchs Land rollen. Bislang sieht man fast gar keine auf den Straßen. Taugt die Elektromobilität noch als Baustein der Energiewende?

Als Requisit auf Politikerfotos sind sie sehr beliebt, bei Autokäufern eher nicht: Elektroautos. © Nigel Treblin/dapd

In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt.In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt. 

Seit Jahren preist die Politik die Vorzüge von Elektroautos an: Sie sollen uns klimafreundlich von A nach B bringen, und nebenbei sollen sie irgendwann auch noch als Stromspeicher dienen – sie sind also ein wichtiger Baustein der Energiewende. Deswegen hat die Regierung ein Ziel ausgegeben: Bis 2020 sollen mindestens eine Million Elektroautos geräuschlos durchs Land fahren.

ist Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität.Henning Kagermannist Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität. 

Die Bundeskanzlerin hält an dieser Zahl fest. Dabei sind bislang gerade mal ein paar tausend E-Autos angemeldet, und viele davon gehören öffentlichen Einrichtungen oder Unternehmen. Privatleute haben praktisch kein Interesse an Elektroautos – jedenfalls nicht zu den Preisen, die man derzeit dafür zahlt. Wie steht es also um die Elektromobilität in Deutschland?

Bleibt die Revolution auf den Straßen aus?

ist verkehrspolitischer Sprecher des Verkehrsclub Deutschland.Gerd Lottsiepenist verkehrspolitischer Sprecher des Verkehrsclub Deutschland. 

Henning Kagermann sieht die Entwicklung auf einem guten Weg. Er ist Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und vertritt die Interessen der Industrie als Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität.

Für noch lange nicht massentauglich hält Gerd Lottsiepen die Elektroautos. Der verkehrspolitische Sprecher des Verkehrsclub Deutschland findet, dass der Hype um Elektromobilität vom eigentlichen Problem ablenkt. Nämlich von der Frage, wie sich der CO2-Ausstoß des Straßenverkehrs insgesamt verringern lässt.

+++Green Radio: Umwelt und Nachhaltigkeit – eine Kooperation mit dem Umweltbundesamt. Jeden Donnerstag bei detektor.fm+++

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