Green Radio | Hochspannung für sauberes Wasser

14.06.2012

Moderne Kläranlagen reinigen Wasser mit Chemie, Salzen und Bakterien. Wissenschaft und Industrie suchen nachhaltigere Methoden, um den wichtigsten Rohstoff der Welt zu erhalten - zum Beispiel mit Strom.

Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht. Doch es ist ein seltenes Gut. Neue Technologien sollen helfen, Wasser sauber zu halten. Foto: © Sara Hegewald/ pixelio.de

Marian Wilkhat das Hochspannungssystem HTS entwickelt. 

Der Durchschnittsdeutsche verbraucht pro Tag mehr als 120 Liter Wasser. Im weltweiten Durchschnitt werden pro Jahr und Erdenbürger 1385 m3 Wasser verschmutzt. Das meiste des verschmutzen Wassers wird in Klär- oder Wasseraufbereitungsanlagen gereinigt.

In der klassischen Kläranlage gibt es mechanische, chemische und physikalische Reinigungsverfahren, die sehr aufwändig sind. Wissenschaft und Industrie sind daher stets auf der Suche nach neuen Technologien. Diese sollen Wasser schneller, gründlicher und umweltfreundlicher säubern.

Setzt man Wasser unter Strom, ist die Aufbereitung klimafreundlicher, nachhaltiger und energie- und ressourcenschonend.
Marian Wilk

hat das Hochspannungssystem HTS entwickelt.Alexander Karoshat am Fraunhofer-Institut IGB die Wirkung von HTS geprüft. 

Eine dieser Methoden verwendet Hochspannung: Wasser wird unter Strom gesetzt. Das verändert die physikalische Struktur von Stoffen, die im Wasser sind. Das können Öle oder Fette sein, aber auch Bakterien und Amöben. Diese lassen sich anschließend leichter aus dem Wasser filtern.

Green Radio-Reporterin Stefanie Gerressen hat mit einem Entwickler solcher Methoden und einem Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik über die Wirkung von Hochspannungssystemen gesprochen.

+++Green Radio: Umwelt und Nachhaltigkeit – eine Koooperation mit dem Umweltbundesamt. Jeden Donnerstag bei detekor.fm+++

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hat am Fraunhofer-Institut IGB die Wirkung von HTS geprüft.eine Kooperation mit dem Umweltbundesamt.