Green Radio | Nashorn-Wilderei in Südafrika eskaliert

18.07.2013

Täglich werden in Südafrika im Schnitt mehr als zwei Nashörner illegal getötet - Tendenz steigend. Mittelfristig könnte den Tieren dadurch das Aussterben drohen. Doch die Wilderei wird auch zum Sicherheitsrisiko für Menschen.

Ein Breitmaulnashorn in Afrika. Foto: © Michael Poliza/WWF

In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt.In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt. 

Mit zehntausenden Euro in der Tasche herumzulaufen, ist keine besonders gute Idee. Erst recht, wenn man in unsicheren Gebieten unterwegs ist – das Risiko ist zu groß, dass man ausgeraubt wird. Menschen lassen extrem wertvolle Sachen also am besten zu Hause.

Für Nashörner ist es nicht so einfach. Die tragen ihr wertvollstes Stück ständig auf der Nase vor sich her: ihr Horn. In China und Vietnam werden die Hörner als Medikament gehandelt, auf dem Schwarzmarkt sind sie oft mehr wert als Gold.

Sprecherin des WWF Deutschland.Sylvia RatzlaffSprecherin des WWF Deutschland. 

Selbst Antiquitätenhändler aus Deutschland geraten in Versuchung, die Hörner außer Landes zu schmuggeln und teuer zu verkaufen.

Nashorn-Wilderei hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen

In Südafrika, wo die meisten Nashörner leben, eskaliert deshalb seit einiger Zeit die Nashorn-Wilderei. Täglich werden im Schnitt mehr als zwei Tiere getötet – nur, damit Schmuggler an die wertvollen Hörner kommen. Im ersten Halbjahr 2013 waren es insgesamt 461 Tiere – so viele wie noch nie. Die Wilderer sind nicht nur eine Gefahr für die Nashörner. Ihre Machenschaften sind ein gesamtgesellschaftliches Problem.

Wer die Hintermänner der Wilderei sind, wie sie vorgehen und warum ihnen schwer das Handwerk zu legen ist, hat uns Sylvia Ratzlaff vom WWF Deutschland erklärt.