Green Radio | Weihnachtsbaum mit guter Ökobilanz

O Tannenbaum

08.12.2016

Schön gewachsen, schön günstig, schön giftig: Weihnachtsbäume von konventionellen Anbauern sind fast immer mit Unkrautvernichtungsmitteln und Schädlingsbekämpfern gespritzt. Für weniger Gift im Wohnzimmer empfehlen Umweltschützer ökologisch angebaute Tannen.

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In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt

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Die Deutschen bevorzugen Bäume mit weichen Nadeln, die sich lange halten. Die Nordmanntanne mit ihren tiefgrünen Nadeln gilt als der beliebteste Baum. Im Schnitt kostet dieser pro Meter zwischen 18 und 23 Euro.  Die Edeltanne ist ebenfalls sehr haltbar. Sie hat weiche, blau-grüne Nadeln und verströmt einen intensiven Duft. Auch die Blaufichte riecht intensiv nach Wald, aber die Nadeln pieksen. Und die Fichte ist zwar besonders günstig, nadelt jedoch bereits nach wenigen Tagen.

Über 24 Millionen Weihnachtsbäume werden in Deutschland zu den Feiertagen ins warme Wohnzimmer geholt. Oft entscheiden die Käufer nach Preis und Aussehen. Wer eine umweltbewusste Wahl treffen möchte, hinterfragt, wie ökologisch der Baum angebaut worden ist. Das empfehlen Umweltschutzorganisationen wie der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Gift im Wohnzimmer?

Denn auf vielen Weihnachtsbaumplantagen werden umweltschädliche Dünge-, Unkrautvernichtungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet. Ökologisch orientierte Anbauer hingegen pflegen ihre Kulturen per Hand oder mithilfe von Schafen. Gift spritzen ist dort natürlich total tabu.

Kunden können den Unterschied anhand von Siegeln erkennen – wie PEFC, FSC, Naturland oder Bioland. Oder sie kaufen ihren Weihnachtsbaum beim regionalen Waldbauern oder im nahegelegenen Forstamt. Dann muss der Baum auch nicht hunderte von Kilometern durch ganz Deutschland gefahren werden – gut für den Klimaschutz. Wer weniger mobil ist, kann sich Bio-Bäume aber auch liefern lassen.

Tipps zum Weihnachtsbaum-Kauf

Mehr Hinweise zur ökologischen Tanne und dem passenden Schutz gibt Christoph Rullmann, Bundesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Jennifer Stange.

christoph-rullmann-sdw-privatDie Öko-Variante ist schon teurer. Im Schnitt sind das zwei, drei Euro pro Meter. Christoph Rullmannist Bundesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.  

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