Green Radio | “Rebound-Effekt”: Wenn Energiesparen den Verbrauch erhöht

08.11.2012

Gut gedacht, falsch gemacht: Energiesparende Technik führt nicht immer dazu, dass wir damit am Ende tatsächlich weniger verbrauchen. Schuld ist der „Rebound-Effekt“.

Energiesparlampen lassen wir gern mal länger leuchten als früher die Glühlampen. Foto: © David Hecker/dapd

In Zusammenarbeit mit dem UmweltbundesamtIn Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt 

Energiesparende Technik beruhigt unser Gewissen: Mal wieder das Licht über Nacht brennen gelassen? Kein Problem, ist ja eine Energiesparlampe.

Diese Denkweise ist in Wahrheit aber doch ein Problem. Denn wenn wir unsere Energiesparlampen jetzt ständig länger leuchten lassen als früher die Glühlampen, dann haben wir am Ende nicht mehr viel Strom gespart.

Professor für Energieökonomik an der RWTH AachenReinhard MadlenerProfessor für Energieökonomik an der RWTH Aachen 

Ein anderes Beispiel sind Haushaltsgeräte: Zwar verbrauchen sie heute weniger Strom als noch vor dreißig Jahren. Dafür nutzen wir aber auch viel mehr Elektrogeräte als früher – seien es Router, schnurlose Telefone, Espressomaschinen oder Tablet-Computer. Und sparsame Router oder Tablets verbrauchen leider immer noch mehr Strom als gar keine Router und Tablets.

Dieses Phänomen nennt sich „Rebound-Effekt“. Wie groß ist dieser Effekt, warum entsteht er und was lässt sich dagegen tun?

Das hat uns Reinhard Madlener erklärt, er ist Professor für Energieökonomik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.


+++Green Radio: Umwelt und Nachhaltigkeit – eine Kooperation mit dem Umweltbundesamt. Jeden Donnerstag bei detektor.fm+++

Green Radio als Podcast? Dann hier abonnieren.