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Green Radio | Überfischung: Wie groß ist das Problem wirklich?

Ab wann die Meere „überfischt“ sind, wann man hingegen von „nachhaltiger“ Fischerei sprechen kann – das sind umstrittene Fragen. Nicht einmal Umweltschützer oder Wissenschaftler sind sich immer einig.

Mit Fischen im Meer ist es so ähnlich wie mit Geld auf dem Konto: Je mehr da ist, desto mehr Ertrag kommt heraus – beim Geld mehr Zinsen, bei den Fischen mehr Fang.

Im Idealfall sollten nur so viele Fische gefangen werden, wie Nachwuchs heranwächst, ansonsten schrumpfen die Bestände. Doch diese Regel wird oft ignoriert. Mit der Folge, dass noch weniger Fischnachwuchs kommt: Ein Teufelskreis. Das ist nicht nur ärgerlich um die Fische, die dann fehlen. Überfischung bringt auch das gesamte Ökosystem durcheinander und hat Folgen, die kaum abzusehen sind.

Umweltschützer gegen Fischerlobby

Rainer Froese - Meeresbiologe und Fischereiwissenschaftler. Foto © Institut GEOMAR, Kiel.

Meeresbiologe und Fischereiwissenschaftler. Foto © Institut GEOMAR, Kiel.
Rainer Froese

Immer wieder gibt es Streit um die Fangquoten. Umweltschützer vertreten andere Interessen als Fischereivertreter. Doch müsste es nicht gerade im Interesse der Fischer sein, dass die Bestände langfristig nicht schrumpfen? Wie sonst können die Betriebe weiter Profit machen?

Über die komplizierten Zusammenhänge zwischen Politik, Wirtschaft und Ökologie, über die Aussagekraft des MSC-Nachhaltigkeits-Siegels auf Fischprodukten und über die Zukunft der Fischbestände haben wir mit dem Biologen und Fischereiwissenschaftler Rainer Froese gesprochen. Er forscht am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.

Rainer Froese zu Überfischung 06:42

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