Griechenland ist pleite – und nun?

11.02.2010

Griechenland ist pleite, aber Teil der EU – und Griechenland schenkte ja ganz nebenbei auch Europa seinen Namen. Nun also müssen die anderen Euro-Länder den Griechen aus der Patsche helfen – mit viel Geld.

Wirtschaftswissenschaftler an der TU München.Robert von WeizsäckerWirtschaftswissenschaftler an der TU München. 

Griechenland ist blank – und zwar so richtig. Das Land gilt als kaum noch kreditwürdig, die Aktien stürzen ab und auf den Straßen demonstrieren Staatsbedienstete, die mit Lohnkürzungen leben müssen. Inzwischen liegt das Staatsdefizit bei 12,7% und damit um das Vierfache über der Höchstgrenze des EU-Stabilitäspakts. Das Land wird zum Testfall und Prüfstein für die gesamte EU. Heute trafen sich in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der EU, um auf einem Sondergipfel zu beraten, wie man denn am besten hilft und woher das ganze Geld kommen soll.

Aber soweit hätte es eigentlich gar nicht kommen müssen, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Robert von Weizsäcker. Er warnte zusammen mit 61 anderen Wirtschaftsprofessoren schon 1992 vor den Folgen der europäischen Währungsunion. Wir haben mit ihm gesprochen:

Robert Klaus Freiherr von Weizsäcker, Professor für Volkswirtschaftslehre an der TU München.