Großkraftwerke oder dezentrale Energieerzeugung?

10.03.2010

Deutschlands größter Energiekonzern E.ON verdient sein Geld weitgehend mit der Produktion von Strom in Großkraftwerken. Gemeinsam mit RWE, Vattenfall und EnBW produziert E.ON rund 80 Prozent des deutschen Stroms.

Atomkraftwerk Grohnde von E.ON in Niedersachsen. Quelle: Lennart Preiss/ddp.

energate StrommarktDennis Fischerenergate Strommarkt 

E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW haben einen großen Einfluss auf die Strompreise in Deutschland.

Dennis Fischer, leitender Redakteur des Branchenreports „energate Strommarkt“, weiß, wie es zu dieser Marktmacht gekommen ist.

Hören Sie hier das Interview mit Dennis Fischer:

Es gibt zwar die vier Großen, aber es gibt durchaus Platz für Nieschenanbieter auf dem deutschen Energiemarkt. Das ist sicherlich heute schwieriger als vor fünf, sechs Jahren.“

 

Bisher wird Strom in Deutschland weitgehend zentral in großen Kraftwerken produziert. Doch geht das nicht anders? Könnten nicht einzelne Gemeinden oder Orte ihre eigene Stromversorgung organisieren. Vereinzelt passiert das bereits hier und da. Ist eine dezentrale Stromproduktion insgesamt denkbar?

Dierk Bauknecht sagt ja. Er forscht am Öko-Institut in Freiburg zur dezentralen Energieversorgung. Hören Sie hier hier das Interview mit detektor.fm:

 

wissenschaftlicher Mitarbeiter am Öko-Institut in Freiburg.Dierk Bauknechtwissenschaftlicher Mitarbeiter am Öko-Institut in Freiburg. 

„In den letzten Jahren ist die Energieerzeugung in Deutschland dezentraler geworden – vor allem aufgrund der erneuerbaren Energien.“

„Erneuerbare Energien sind nicht immer dezentral.“

„Dezentrale Energieerzeugung ist in den meisten Fällen umweltfreundlich.“