Die Bank der Zukunft: Teil 4 – Die Ökobank als grüne Alternative?

09.08.2012

Immer mehr Bankkunden wollen ihr Geld bewusst anlegen. Ökobanken bieten eine Alternative zum herkömmlichen Bankenmarkt. Die Umweltbank ist die Größte in Deutschland.

Die Umweltbank investiert das Geld ihrer Kunden nur in nachhaltige Projekte. © Foto: Pressebild/umweltbank.de

beobachtet einen Trend hin zu ökologischer Geldanlage.Alexander Starkbeobachtet einen Trend hin zu ökologischer Geldanlage. 

Die Deutschen haben ein ganz besonderes Verhältnis zur Natur. Kaum ein Volk der Erde geht so entschieden gegen Atomenergie oder das Fällen von Laubbäumen im Park vor. Von der wiederaufkeimenden Begeisterung für Flora und Fauna profitieren auch Banken. Fast alle haben neuerdings ökologische Fonds im Portfolio.

Grün ist Trumpf

Inzwischen gibt es aber auch Banken, die sich rein auf den „grünen“ Markt konzentrieren. Die Nürnberger Umweltbank bietet beispielsweise nur Investmentfonds im Nachhaltigkeitsbereich an und unterstützt regenerative Projekte. Solarenergie macht immer noch den größten Bereich aus, gefolgt von Wind- und Wasserkraft bis hin zur Biomasse.

Also wir machen noch ein sehr klassisches, konservatives Bankgeschäft. Wir sind nur in Deutschland aktiv, investieren nur in Sachwerte, sprich Umweltprojekte – Alexander Stark

Kontrolle der Verwendung des Geldes

Wichtig ist, dass der Weg des Geldes überprüfbar bleibt und volle Transparenz für den Kunden hergestellt wird. Gewisse Finanzprodukte, wie etwa ein Girokonto, können deshalb nicht angeboten werden. Die Umweltbank kann die Verwendung des Geldes für „grüne“ Projekte oder Produkte nicht überprüfen und konzentriert sich daher auf andere Anlagemöglichkeiten. Ein jährlich gewählter Umweltrat überprüft die Kreditvergabe und Investitionsprojekte auf ihren Umweltcharakter.

Wir haben mit Alexander Stark, dem Pressesprecher der Nürnberger Umweltbank, über das ökologische Bankgeschäft gesprochen.