Grundeinkommen als Hungerhilfe

"Kreativ werden sie alle"

13.10.2014

Für das Problem des Welthungers wurden schon viele Lösungen gesucht. Eine könnte das bedingungslose Grundeinkommen sein. In Dörfern in Brasilien und Namibia ist das Konzept erprobt worden.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen haben weltweit rund 805 Millionen Menschen nicht genug zu Essen. Hinzu kommen noch etwa zwei Milliarden, die an Mangelernährung leiden. Diese Zahlen wurden im Rahmen der Aktionswoche der Welthungerhilfe veröffentlicht.

Grundeinkommen als Lösung?

Ein Patentrezept, wie man den betroffenen Menschen helfen kann, gibt es nicht. Eine Möglichkeit, den Hunger zu bekämpfen, könnte jedoch ein bedingungsloses Grundeinkommen sein. In Dörfern in Brasilien und Namibia wurde das Grundeinkommen als Ausweg aus der Armut getestet – finanziert durch Spendengelder.

Die finanzielle Absicherung hatte Erfolg. Die Menschen wurden angespornt kreativ zu sein und mehr Geld zu verdienen. Mit dem wenigen aber sicheren Geld konnten die Menschen Saatgut kaufen, ihre Kinder zur Schule schicken oder in die Stadt fahren, um wichtige Medikamente zu besorgen. Stück für Stück hat sich so das Leben der Dorfbewohner verbessert.

Ob das bedingungslose Grundeinkommen auch langfristig eine Lösung für die Armut der Menschen sein kann, darüber haben wir mit Felix Coeln von der Kölner Initiative Grundeinkommen gesprochen.

Felix CoelnSelbst wenn es wenig Geld war, war es für die Menschen ganz entscheidend für die notwendigsten Sachen wenigstens ein bisschen Finanzmittel zu haben.Felix Coelnvon der Kölner Initiative für Grundeinkommen e.V.