GSM, UMTS, HSPA und LTE – die mobilen Netze jetzt und in Zukunft

23.01.2010

In den vergangenen Jahren hat sich die Welt des Internets grundlegend verändert. War man früher auf eine Leitung ins Internet angewiesen, sind heute drahtlose Verbindungen üblich. Sei es zu Hause mit WLAN oder unterwegs mit dem Handy.

CT-Experte für mobiles NetzRudolf OpitzCT-Experte für mobiles Netz 

Inzwischen hat das mobile Internet mit den modernen Smartphones den Massenmarkt erreicht. Der Erfolg der Apps auf diesen Telefonen ist nur ein Indiz dafür. Immer mehr Menschen nutzen das mobile Internet. Doch wird das Internet irgendwann tatsächlich überall verfügbar sein? Noch gibt es hier und da Verbindungsschwierigkeiten und sogar weiße Flecken.

detektor.fm hat sich einen Überblick über die Netze von heute und morgen verschafft und darüber mit dem Netzexperten der Computerzeitschrift CT, Rudolf Opitz, gesprochen.

Die Entwicklung des mobilen Internets ist rasant. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die Handynetze. Aktuell sind drei unterschiedliche Netze in Betrieb. Das älteste davon ist GSM, das ursprüngliche Mobilfunknetz. Es ist auch in der Lage, Internet zu verbreiten. Das hängt vor allem mit der Edge-Technologie zusammen. Sie bietet Verbindungen, die in etwa vier Mal so schnell sind wie ISDN. Das reicht zum Surfen und zum E-Mail-Abruf allemal. Das Downloaden von Musik hingegen dürfte zur Hängepartie werden. Die Verbreitung von GSM in Deutschland ist fast fllächendeckend.

Deutlich schneller ist das UMTS-Netz. Es ist vor allem dank der angewandten HSPA-Technik (High Speed Packet Access) von der Geschwindigkeit her in einer Liga mit DSL. Pro Sekunde erreicht es eine Sekunde von im Schnitt 3,6 Mbit. Irgendwann sollen dank HSPA mehr als 14 Mbit pro Sekunde möglich sein.

Nach den aktuellen Netzen der 3. Generation sollen im Laufe der 10er-Jahre noch ganz neue viel schnellere Netze hin zu kommen. Damit kommen auch wieder neue Abkürzungen hinzu, wie zum Beispiel LTE. Das steht für Long Term Evolution. Diese Netze werden zurzeit in Schweden und Österreich getestet und sollen mal bis zu einem GB pro Sekunde übertragen können.