Gute Nachrichten | Manomama aus Augsburg – Faire und ökologische Textilien

"Irgendwann muss doch jemand mal beginnen"

25.06.2014

Kleidung fair, nachhaltig, ethisch korrekt und ökologisch produzieren - und dann auch noch in Deutschland. Unbezahlbar? Absolut nicht, sagt Sina Trinkwalder. Mit ihrem Unternehmen "Manomama" will sie auch zeigen: die Ausreden der anderen gelten nicht mehr.

Sina Trinkwalder in der Produktion von "Manomama". Foto: Stefan Puchner

So ein einfaches schwarzes T-Shirt, das kostet unter zehn Euro. Man könnte auch sagen: das kann sich jeder leisten. Und genau da ist der Fehler, sagt eine Textilunternehmerin aus Augsburg: Sina Trinkwalder. Wir können uns das nämlich gar nicht leisten, warnt sie – denn das zerstört Arbeitsplätze, Gesundheit und die Umwelt.

Nun kritisieren die Globalisierung und die Discount-Textilien ja viele Menschen. Die Unternehmerin, die wir heute vorstellen, war aber irgendwann an dem Punkt, wo sie nicht mehr nur kritisieren wollte. Sie wollte es besser machen. Das ist über drei Jahre her. Heute sagt Sina Trinkwalder:

Jeder kann es besser machen. Die wollen nur nicht, weil die halt Geld so geil finden.

Ihrer Firma geht es bombastisch – und das, obwohl (oder weil?) sie komplett in Deutschland produziert, auch Rohstoffe nur von hier verwendet und ausschließlich mit Menschen arbeitet, die andere Firmen oftmals nicht einstellen wollen.

Unsere „Gute Nachricht“ kommt heute daher aus Augsburg und ist die Textilfirma „Manomama“. Marcus Engert ist hingefahren und hat Sina Trinkwalder besucht.

Gute Nachrichten - Manomama macht Textilien fair für alle


Bonus Nr. 1: Drei Ideen aus dem Hause Manomama

Bevor sie angefangen hat, Textilien zu produzieren, hatte Sina Trinkwalder eine Werbeagentur. Gute Ideen zu haben, das war also ihr Beruf – und ist es noch. Hier erklärt sie drei der Ideen, die sie im Laufe der Zeit bei Manomama hatte:

  • die „Mobilen Herzen“
  • die „Maschinenpaten“
  • und das „transparente Etikett“

Wa sich dahinter verbirgt, erklärt Sina Trinkwalder selbst:

Bonus Nr. 2: Kein Siegel, keine Chemie – aber Viskose

Manomama produziert fair, ethisch und ökologisch – ein Siegel aber haben die Produkte nicht. Und das hat seine Gründe.

Warum Sina Trinkwalder auf Siegel verzichtet, keinerlei chemische Zusätze einarbeitet, vom Schlagwort „Bio“ gar nicht so viel hält und stattdessen demnächst wieder auf Viskose setzt – das erklärt die Textilunternehmerin hier.


präsentiert die ‚Guten Nachrichten‘.

Gute Nachrichten“ werden präsentiert von der GLS Bank – der ersten sozial-ökologischen Universalbank der Welt.


„Gute Nachrichten“ – unter diesem Titel stellen wir jeden Mittwoch Projekte, Initiativen und Firmen vor, die etwas besser machen wollen. Arbeit verbessern, Wirtschaft und Moral in Einklang bringen, den Umweltschutz voranbringen, fair produzieren, nachhaltig wirtschaften oder kulturell bereichern.

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