Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP mit den USA

Handelsschranken oder Chlor-Hühnchen?

19.05.2014

Die Idee eines vereinten Europas basiert unter anderem auf freiem Handel. Das, was für Europa nach innen gut ist, muss nach außen nicht schlecht sein. Was spricht also gegen das transatlantische Freihandelsabkommen?

Die Verhandlungsführer der EU und der USA, Ignacio Garcia Bercero und Dan Mullaney, bei der Pressekonferenz nach der vierten Runde zum TTIP in Brüssel. Foto: AFP / THIERRY CHARLIER

denkt, dass demokratische Standards zu Handelsgeheimnissen erklärt werden.Es geht nicht nur darum, ob die bisherigen Standards abgesenkt werden, sondern es geht auch darum, dass wir es zukünftig viel schwerer haben werden, mehr Verbraucherschutz durchzusetzen.Sven Giegolddenkt, dass demokratische Standards zu Handelsgeheimnissen erklärt werden. 

Demokratischer Kontrollverlust, Paralleljustiz der Großkonzerne und Chlor-Hühnchen. All das sind die möglichen Folgen eines Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP).

Auch deshalb formiert sich in Deutschland eine breite Front gegen das TTIP, über das diese Woche in Washington wieder verhandelt wird. Dem gegenüber steht ein freier Handel von dem alle profitieren sollen. In dieser Woche beginnt schon die fünfte Verhandlungsrunde mit den USA. Im Bundestag und im Europaparlament gehört die Partei Bündnis 90/Die Grünen zu den schärfsten Kritikern des Abkommens.

Sven Giegold ist Spitzenkandidat der Partei für die anstehende Europa-Wahl. Mit ihm wollen wir über die Verhandlungen und die Kritik seiner Partei am TTIP sprechen.