Heribert Prantl (Süddeutsche) zum Euro-Rettungsschirm im Bundestag: Lieber hektisch, als gar nicht

25.10.2011

Der Bundestag stimmt nun doch über das weitere Vorgehen beim Euro-Rettungsschirm ab. Das sei das einzig Richtige, sagt Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung - und er erinnert daran, was Europa wirklich eint: die Demokratie.

Ein “Hebel” soll den Euro-Rettungsschirm vergrößern. Der Bundestag muss jedoch erst zustimmen. Foto: © Martin Oeser/ dapd

Er ist Innenpolitikchef sowie Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung und hält eine Einbeziehung des Bundestages für richtig.Heribert Prantl.Er ist Innenpolitikchef sowie Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung und hält eine Einbeziehung des Bundestages für richtig. 

Rechtzeitig vor dem zweiten Euro-Gipfel am Mittwoch stimmt der Bundestag erneut über den Euro-Rettungsschirm ab. Diesmal geht es um den geplanten Hebel, der das Finanzvolumen des Rettungsschirms vergrößern soll. Nachdem zunächst lediglich der Haushaltsausschuss damit betraut werden sollte, hat Kanzlerin Merkel sich jetzt den Forderungen von Opposition und Rettungsschirm-Gegnern untergeordnet: Das Parlament wird auch in diese Entscheidung mit eingebunden.

Zu recht, findet Heribert Prantl. Der Leiter des Ressorts „Innenpolitik“ und Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung hält Einwände, die Abstimmung im Bundestag verzögere nur die Euro-Rettung für aberwitzig: Auch in der Krise dürfe man nicht vergessen, dass Europa nicht auf der Gemeinschaftswährung, sondern auf der Demokratie aufgebaut ist.

Das erläutert er im Gespräch mit detektor.fm.

Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung zur Abstimmung des Bundestages über den Euro-Hebel