Hui oder Pfui: Was Mitarbeiterrankings anrichten

14.11.2013

Die Yahoo-CEO Marissa Mayer räumt weiter kräftig auf. Künftig sollen die Mitarbeiter nach Kategorien benotet werden. Das könnte problematisch sein, denn bei der Benotung muss die ganze Bandbreite an Noten erfüllt werden - da kann es schnell zu Fehlbewertungen kommen. Das widerum hätte Konsequenzen.

Nicht jedem Mitarbeiter ist zum Jubeln zumute. Foto: © Christian Heilmann/ flickr.com

Wenn Yahoo! Schlagzeilen macht, liegt es in den letzten Jahren eher selten an unternehmerischen Erfolgen. Häufig sind die Aktionen der Chefin Marissa Mayer der Grund für die Aufmerksamkeit. Erst hat sie alle ihre Mitarbeiter von ihren Home Offices zurück in die Firmenzentrale geholt, nun müssen sich die Arbeitnehmer einer strikten Bewertung unterziehen.

kennt die Folgen von Mitarbeiterbewertungen.Sabine Korekkennt die Folgen von Mitarbeiterbewertungen.  

Schon 600 Mitarbeiter entlassen

Besonders problematisch bei dem durchgeführten „Forced Ranking“ ist, dass es kaum Bewertungspielraum lässt. Festgelegte Quoten sorgen für eine ungerechte Bewertung – fehlt es noch an Mitarbeitern mit besonders schlechter Bewertung, kann es schnell einen Angestellten treffen, mit dem die Manager eigentlich zufrieden sind. Kündigungen sind dann die Folge.

Über die psychologischen Folgen haben wir mit der Psychologin Sabine Korek gesprochen. Sie ist Mitarbeiterin bei der Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Leipzig.

Langfristigt wird es dazu führen, dass die Leistungen aller Mitarbeiter schlechter werden. – Sabine Korek