Industriespionage und IT-Sicherheit

Wie sich Unternehmen gegen Cyberangriffe schützen können

21.07.2014

Rund um die Uhr werden Computernetze von Unternehmen auf der ganzen Welt angegriffen. Wie sich die Firmen gegen Hackerangriffe schützen können, erklärt Norbert Pohlmann vom Institut für Internet-Sicherheit.

Das CERN bei Genf hat 100 Petabytes Daten auf Bandspeicher gesichert - ein attraktives Ziel für Hackerangriffe.

Foto: Claudia Marcelloni, Maximilien Brice CERN

Eine Zwickmühle: In Unternehmen fallen immer mehr Daten an, beispielsweise aus Verwaltung und Forschung. Je mehr Daten auf Computern gespeichert werden, desto attraktiver wird ein Unternehmen für Hackerangriffe.

Große, weltweit tätige Unternehmen sind häufig vergleichsweise gut aufgestellt. Denn sie haben Fachpersonal, das Angriffe auf Computersysteme abwehrt und geben dafür mehrere Millionen Euro pro Jahr aus.

Doch die kleinen und mittelständischen Unternehmen haben nicht so viel Geld und Personal. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bescheinigt den Firmen zwar, dass sie besonders im technischen Bereich schon eine gute Grundlage haben. Doch sie hätten unter anderem in Notfällen noch „erheblichen Nachholbedarf“.

Norbert Pohlmann ist Direktor am Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Er hat uns im Interview erklärt, warum es eine 100-prozentige IT-Sicherheit nicht geben kann. Außerdem fordert er von der Bundesregierung eine „IT-Sicherheits-Strategie Deutschland“.

Pohlmann-Portrait_2012-ifis-GelsenkirchenDie Technologie, die wir heute im Internet nutzen, ist nicht gut genug, um sich gegen professionellen Angreifer zu schützen.Norbert PohlmannDirektor des Instituts für Internet-Sicherheit, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen