Infizierte Werbebanner spähen Computer aus

08.04.2013

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor infizierten Werbebannern. Die Banner sind so manipuliert, dass sie zum Beispiel Online-Banking-Trojaner installieren. Ein Experte erklärt, wie sich Nutzer schützen können.

Derzeit verstecken sich Computerviren, sogenannte Trojaner, in Werbebannern deutscher Internetseiten. Sie nutzen Schwachstellen in installierten Programmen wie Java, um ins System zu gelangen. Foto: David Hecker/dapd

Es sind tückische Computerviren, die derzeit auf Werbebannern deutscher Internetseiten kursieren. Denn nur ein Besuch der Internetseite reicht aus, damit sich der Rechner infiziert.

Jürgen SchmidtRedakteur beim Computermagazin c't 

Laut Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik sind besonders Banner auf Seiten von Nachrichtenmagazinen, Städteportalen, Jobbörsen aber auch Tageszeitungen betroffen.

Die Viren sind Spionageprogramme. Aktuell sind solche im Umlauf, die für das Ausspähen von Daten beim Online-Banking programmiert sind. Der Virus ist so konzipiert, dass er auf dem jeweiligen Rechner Sicherheitslücken in alter Software erkennt. Besonders nutzt er Schwachstellen in Programmen wie Adobe Reader, Java,  Adobe Flash oder Internet Explorer.

Ein einfacher Schutz gegen diese Viren ist schon eine Aktualisierung oder eine Deaktivierung des Programms.

Wie Computer noch geschützt werden können und man infizierte Webseiten erkennt, erklärt Jürgen Schmidt vom Computermagazin c’t im Interview.

Zum Teil sind die Viren sehr gut versteckt und nicht so leicht aufzuspüren. – Jürgen Schmidt