Irland – Europas Musterschüler verlässt den Rettungsschirm

16.10.2013

Gestern hat Irland seinen neuen Haushaltsplan für das kommende Jahr aufgestellt. 2,5 Milliarden Euro sollen nach dem Austritt im Dezember weiterhin eingespart werden.

Ende des Sparkurses nicht in Sicht - vor Irland liegt noch ein steiniger Weg. Foto: Bernd Brägelmann

flickr

Stolz hat der irische Ministerpräsident Enda Kenny verkündet, dass Irland den EU-Rettungsschirm im Dezember verlassen wird. Damit ist der Sparkurs der grünen Insel jedoch noch nicht vorbei – auch im kommenden Jahr sollen die Iren weiter mächtig einsparen. Das zeigt der neue Haushaltsplan, der gestern vorgestellt wurde – weitere 2,5 Milliarden Euro sollen eingespart werden.

Arbeitslosenquote sinkt – es geht bergauf

recherchierte direkt vor Ort in IrlandPatrick Finarecherchierte direkt vor Ort in Irland 

2010 hat Irland insgesamt 85 Milliarden Euro Hilfe erhalten, nun soll jedoch mit den Hilfszahlungen Schluss sein. Als erstes Land wird Irland den Rettungsschirm verlassen und wieder auf eigenen Beinen stehen. Bisher lassen sich positive Entwicklungen feststellen – beispielsweise das Sinken der Arbeitslosenquote oder der Anstieg des Wirtschaftswachstums.

Doch ob die Chancen gut stehen, dass Irland den Ausstieg ohne neue Verschuldung schafft, und was für Sparmaßnahmen noch auf die Iren zukommen, darüber sprechen wir mit Patrick Fina. Er ist freier Wirtschaftsjournalist und beschäftigte sich intensiv direkt vor Ort mit den Sparprogrammen Irlands.