Ist das gerecht? | Illegale Bearbeitungsgebühren

Das Milliardengeschäft der Banken

04.11.2014

Bereits im Mai hat der Bundesgerichtshof die Bearbeitungsgebühren bei Darlehensverträgen für rechtswidrig erklärt. Nun hat er auch die schriftliche Begründung veröffentlicht. Und die Banken müssen bis zu 13 Milliarden Euro zurückzahlen. Jedoch nur, wenn die Kunden selbst aktiv werden.

Das Kreditinstitute ihren Kunden Bearbeitungsgebühren berechnen, ist nicht neu. Diese sind allerdings rechtswidrig, jedenfalls wenn es um Gebühren von privaten Darlehensverträgen geht. Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil im Mai 2014 diverse Bankentgelte für unzulässig erklärt. Jetzt ist das Urteil offiziell geschrieben worden und da fast jeder in seinem Leben einen Privatkredit beantragt hat, betrifft dieses Urteil auch fast jeden.

Ende der Bearbeitungsgebühren?

Wenn für einem Kunden für privaten Kredit unberechtigt Bearbeitungsgebühren berechnet worden sind,  kann er diese von der jeweiligen Bank zurückfordern. Die Kunden müssen jetzt aber bis Ende des Jahres selbst aktiv werden. Denn sonst verfällt ihr Anrecht auf Rückzahlung. Die Banken müssen im für sie schlimmsten Fall bis zu 13 Milliarden Euro zurückzahlen. Die Banken erleichtern einem die Rückzahlung allerdings nicht.

Ob und vor allem wie man nun als Betroffener an sein Geld kommt und was das offizielle Urteil in dem Fall genau bedeutet, darüber haben wir mit dem Anwalt Achim Doerfer gesprochen.

Achim DoerferEs geht hier um 13 Milliarden Euro!Dr. Achim Doerferwertet wöchentlich in "Ist das gerecht" aktuelle Gerichtsurteile aus. Foto: privat